Kapfenberg tanzte 13 Minuten Samba
Die Runde geht an Kapfenberg. Nach dem 3:1 hat der KSV bereits fünf Punkte Vorsprung auf Altach und Mattersburg. Kommt Schicklgruber?

Foto © GEPAWerner Gregortisch hat allen Grund seine Burschen zu bejubeln
Eigentlich ist die 13 eine Unglückszahl. Den Kapfenbergern hat sie gegen Mattersburg aber Glück gebracht. Exakt 13 Sekunden ließ Schiedsrichter Bernhard Brugger in der ersten Halbzeit nachspielen - fast eine unnötige Verlängerung der Qual, Abschnitt eins bot Fußball zum Abgewöhnen. In der zweiten Hälfte waren es dann 13 furiose Minuten, die die Zuschauer von den Sitzen rissen.
Der Reihe nach: Die Kapfenberger (wieder mit David Sencar) übernahmen vom Anpfiff weg das Kommando. Mit dem frühen Ausscheiden von Arno Kozelsky (Oberschenkel-Zerrung) schien aber auch die Überlegenheit vom Platz zu gehen. Mattersburg kam in dieser Phase zur einzigen Chance: Michael Mörz lupfte den Ball über Keeper Martin Eisl, aber Milan Fukal war zur Stelle und schlug den Ball mittels Fallrückzieher von der Torlinie weg.
Torlawine. In Halbzeit zwei war es zunächst noch der an diesem Abend einzig starke Mattersburger, Goalie Stefan Bliem, der mehrmals mit Glück und Reflexen auf der Linie abwehren konnte. Gegen die 13 narrischen Minuten der Falken war er aber völlig machtlos:
Minute 62: Nach einem weiten, hohen Corner stand Dominique Taboga goldrichtig am zweiten Pfosten und köpfelte ein - 1:0.
Minute 63: Miroslav Milosevic knallte einen Ball scharf zur Mitte, Andi Lienhart fackelte nicht lange und donnerte die Kugel unter die Latte - 2:0.
Minute 75: Markus Felfernig sprintete von 16er zu 16er, legte für Bernd Bernsteiner ab, dessen gefühlvolle Flanke ließ Andi Lienhart mit der Brust für Stefan Erkinger abtropfen, der unwiderstehlich abzog - 3:0, mit Sicherheit das Tor der Runde.
Stehende Ovationen der 2780 Fans folgten, der Anschlusstreffer von Carsten Jancker ging völlig unter (78.). Dafür ließ ein möglicher Transfer aufhorchen: Für den Fall, dass der Slowake Kamil Susko (gestern nur auf der Bank) im Winter weg will, hat Werner Gregoritsch schon einmal bei Sturm-Oldie Pepi Schicklgruber (41) vorgefühlt.
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Spiel-Fakten
SV Kapfenberg - Mattersburg
Endstand: 3:1 (0:0)
Franz-Fekete-Stadion, 2.780, SR Brugger
Tore: 1:0 (62.) Taboga
2:0 (63.) Lienhart
3:0 (75.) Erkinger
3:1 (78.) Jancker
Kapfenberg: Eisl - Milosevic, Taboga, Fukal, Osoinik - Kozelsky (18.
Lienhart), Erkinger, Liendl (90. Siegl), Felfernig - Zimmerman,
Sencar (60. Bernsteiner)
Mattersburg: Bliem - Csizmadia, Sedloski, Pauschenwein (67.
Lindström) - Atan (79. Mansberger),
Seidl, Mörz, Kovrig (52. Salamon), Mravac - Jancker, Wagner
Gelbe Karten: Erkinger bzw. Kovrig, Jancker, Mörz, Seidl, Wagner








