Ein Sieg, der mehr als drei Punkte zählt
Der 5:2-Erfolg des KSV in Salzburg war das Resultat vieler Mosaiksteinchen. Ein Sieg, der ein Knackpunkt im Abstiegskampf sein könnte.

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Die zweite Überraschung nach dem 5:2-Sieg der Kapfenberger in Salzburg lieferte Trainer Werner Gregoritsch am Tag danach. Von Euphorie ist beim sonst so emotionalen Trainer nämlich keine Spur. "Dazu bin ich viel zu lange im Geschäft", winkt er fast nüchtern ab. Und dann analysiert er den historischen Erfolg, den er selbst als "Sensation des Fußballjahres" bezeichnet. "Wir sind nicht so tief gestanden wie zuletzt, sondern haben schon viel früher attackiert. Dadurch war die Gefahr von Kopfbällen nicht so groß und Salzburg ist so kaum zu Chancen gekommen."
Perfekte Umsetzung.
Keine radikale Veränderung des Systems hat zum Erfolg geführt, sondern einfach die perfekte Umsetzung desselben. Außerdem hat sich die Mannschaft im Vorfeld nach dem Videostudium der 3:7-Pleite aus- und Fehler konkret angesprochen. Auch aus der negativen Berichterstattung über seine Mannschaft habe man viel Energie gewonnen. "Jetzt haben meine Spieler endlich gesehen, dass sie mit einer Top-Leistung wirklich jeden in der Liga schlagen können."
Blockaden können sich lösen.
Darum hat der Sieg auch eine Tragweite, die über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf hinausgeht. "So ein Sieg kann Blockaden in den Köpfen lösen." Im nervenaufreibenden Rennen um den Klassenerhalt könnte das ein entscheidender Vorteil sein. Bei Michael Liendl hat das schon während des Spiels funktioniert. "Er hat endlich wieder in der Form gespielt, in der er letzte Saison zum besten Spieler der Ersten Liga gewählt wurde."
"Wunder von Salzburg".
Zu guter Letzt hatte Salzburg selbst einen Anteil am Erfolg der Falken. "Sie haben uns netterweise schon am Vortag auf dem Kunstrasen im Stadion trainieren lassen. Das hat auch geholfen." Viele Mosaiksteinchen haben das "Wunder von Salzburg" also ermöglicht. Allen positiven Aspekten zum Trotz versucht "Gregerl" die Jubelstimmung aber zu dämpfen. "Wir müssen uns schon gegen die Austria wieder neu beweisen. Gerade die Jungen hatten immer Probleme mit einem Sieg. Darum haben wir dann auch immer verloren."








