3:7-Debakel für KSV: Janko-Festspiele gehen weiter
Eine mäßige Leistung reichte Red Bull Salzburg am Freitag für einen 7:3-Sieg über Kapfenberg. Goalgetter Marc Janko traf drei Mal.

Foto © GEPADer KSV hatte den Salzburgern nicht viel entgegenzusetzen
Im Schongang hat Salzburg den Kapfenberger SV am Freitagabend aus
der Red-Bull-Arena geschossen. Eine verstärkte Salzburger
Reservistentruppe mit einem am Fließband treffenden Marc Janko
besiegte in der 14. Runde den Tabellen-Neunten 7:3 (3:0) und übernahm
damit zumindest bis zu den Spielen am Wochenende die Tabellenführung
in der tipp3-Bundesliga von der Wiener Austria. Es war der siebente
Sieg im siebenten Heimspiel der Salzburger, Janko hat in den
vergangenen zwei Spielen sieben Tore erzielt.
Rotation.
Salzburg-Coach Co Adriaanse mischte die Mannschaftsaufstellung
erneut kräftig durch. Etliche Reservisten kamen zum Einsatz, Karel
Pitak und Remo Meyer standen das erste Mal überhaupt in der Ära
Adriaanse in der Startformation, Anis Boussaidi versuchte sich im
zentralen Mittelfeld. Die fehlende Abstimmung in der in den
vergangenen Wochen immer wieder durchgemischten Mannschaft machte
sich auch auf dem Spielfeld bemerkbar, doch für Kapfenberg war es
genug.
KSV ohne Chance.
In der 27. Minute eröffnete Patrik Jezek mit einem schönen
Freistoßtor aus knapp 25 Metern den Torreigen. Die Kapfenberger, die
ohne ihren an den Adduktoren verletzten Torjäger Bernd Bernsteiner
angetreten waren, hatten schwachen Salzburgern nichts entgegensetzen.
Nur zwei Minuten nach dem ersten Tor knallte Karel Pitak eine
abgefälschte Jezek-Hereingabe ins Tor. Damit war das Spiel
entschieden, nun betrat Janko die Bühne.
Janko trifft und trifft.
Der in aberwitziger Überform agierende Teamstürmer legte in der
Nachspielzeit der ersten Hälfte eine Jezek-Flanke überlegt ins lange
Eck, nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff war Janko mit seinem 16.
Saison-Treffer erfolgreich, abermals nach Jezek-Assist. Von der 56.
bis zur 59. Minute lieferten beide Mannschaften einander einen
unterhaltsamen Schlagabtausch: Alexander Zickler (56.) traf zum 5:0,
nur zwei Minuten später war Milan Fukal nach einem Eckball für
Kapfenberg erfolgreich. Im Gegenzug traf Robin Nelisse (59.) mit
einem abgefälschten Schuss.
Nicht unverwundbar.
Dass Salzburg nicht unverwundbar ist, zeigte sich in zwei
Situationen in der Schlussphase. Markus Felfernig rannte Salzburgs
Abwehrchef Ibrahim Sekagya einfach davon und legte den Ball zum 6:2
ins Netz. Marc Jankos verwandelten Foulelfmeter (78.) beantwortete
Fukal mit seinem zweiten Treffer (81.) nach unkonzentriertem Fehlpass von Nelisse zum 7:3. Das war's dann tatsächlich.
Features
Ergebnis
FC Red Bull Salzburg -
Kapfenberger SV Endstand 7:3 (3:0).
Red-Bull-Arena, 10.300, SR
Lechner.
Torfolge:
1:0 Jezek (27./Freistoß)
2:0 Pitak (29.)
3:0 Janko (45.+1)
4:0 Janko (46.)
5:0 Zickler (56.)
5:1 Fukal (58.)
6:1 Nelisse (59.)
6:2 Felfernig (69.)
7:2 Janko (78./Elfmeter)
7:3 Fukal (81.)
Salzburg: Arzberger - Bodnar, Sekagya, Opdam - Pitak (80. Tchoyi),
Boussaidi (46. Aufhauser), Meyer, Jezek (71. Öbster) - Zickler,
Janko, Nelisse
Kapfenberg: Eisl - Schönberger (62. Stepanek), Fukal, Taboga,
Schellander - Zimmerman, Osoinik, Hüttenbrenner (57. Siegl), Liendl,
Felfernig - Sencar (49. Kozelsky)
Gelbe Karten: Zickler, Bodnar, Nelisse bzw. Sencar
Die Besten: Jezek, Janko bzw. keine
Foto

Das Maß aller Dinge: Marc JankoFoto © GEPA








