Kapfenberg: Immer locker bleiben
Kapfenberg verzichtet nach dem Ausschluss von Taboga auf einen Protest und will trotz der neuerlichen Niederlage den bereits eingeschlagenen Weg nicht verlassen. Ursachenforschung mit Präsident Fuchs.

Foto © GEPADominique Taboga war mit der "Roten" überhaupt nicht einverstanden
Dominique Taboga war sich sicher, dass er zu unrecht mit Gelb-Rot unter die Dusche musste. "Wir verzichten aber auf einen Protest, weil sowohl Milosevic als auch Taboga beim gegnerischen Stürmer waren und das auch auf dem Fernsehbild nicht eindeutig zu klären ist", erklärt Präsident Erwin Fuchs. Pech, wie es eben dazukommt, wenn es ohnehin nicht richtig läuft. "Wir haben jetzt drei Mal die Innenstange getroffen. Ich hoffe, dass wir das Pech jetzt aufgebraucht haben."
Quantität statt Qualität. Pech alleine ist es aber wohl nicht, das die Kapfenberger Falken etwas flügellahm am vorletzten Tabellenplatz herumflattern lässt. "Wir sind momentan einfach zu verkrampft. Wir müssen wieder lockerer werden, uns mehr trauen und einfach wieder Fußball spielen." Nach acht Gegentoren in zwei Spielen sicher auch leichter gesagt als getan.
Und dann wäre da auch noch die Einkaufspolitik. Von drei, maximal vier Neuen war nach dem Aufstieg die Rede. Geworden sind es letztlich 13 und von denen hat keiner voll eingeschlagen. Da liegt der Vorwurf, Quantität statt Qualität gekauft zu haben, auf der Hand. "Klar, die Frage ist berechtigt. Aber wir haben mit Akoto, Rauscher und Hüttenbrenner drei Fixgrößen, die lange ausfallen. Da mussten wir doch reagieren. Außerdem werden Miroslav Stepanek und Preston Zimmerman vom HSV bezahlt", entgegnet Fuchs und kann sich einen Seitenhieb auf die Kärntner Austria nicht verkneifen. "Wir gehen den Weg mit unseren jungen Spielern und haben eben keine sechs Brasilianer im Kader. Die bezahlt in Kärnten ja zu einem Gutteil der Steuerzahler, wenn ich mir die Sponsoren anschaue."
Fans. Anders als bei anderen Aufsteigern in den letzten Jahren kann Kapfenberg auch nicht auf die bedingungslose Unterstützung der Anhänger bauen. "Aber wir gehen trotzdem in aller Ruhe unseren Weg weiter. Denn das der Weg hart und schwierig wird, wissen wir ja schon lange."








