Auch zuhause konnte Kapfenberg nicht siegen
Kapfenberg zeigte sich verbessert, gegen die Mannschaft der Stunde aus Klagenfurt war beim 0:2 aber wieder kein Kraut gewachsen.

Foto © GEPAManuel Weber hat das 1:0 erzielt
Der Sechser-Pack von Klagenfurt blieb bei den Kapfenberger Falken nicht ohne Folgen. An sechs Positionen wurde das Team von Werner Gregoritsch umgestellt. Der Rumäne Adrian Iencsi war nicht mehr dabei, auch Herbert Wieger stand nicht am Spielbericht.
Kärntner spielten auf. Wieder mit den von der Bundesliga ausgezeichneten Michael Liendl und Thomas Schönberger zeigten die Böhlerstädter aber dennoch deutliche Nachwirkungen der Klatsche von Klagenfurt. Die Kärntner waren fast permanent im Ballbesitz, kontrollierten das Spiel mit den quirligen Brasilianern, waren vor dem Tor zunächst aber noch harmlos.
Führung. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel schlug dann plötzlich ein Schuss von Bernd Bernsteiner im Aluminium des Kärntner Gehäuses ein (41.). Das weckte bei den Klagenfurtern vor allem einen auf: Quasi im Gegenzug tanzte Manuel Weber durch die Fragmente der KSV-Abwehr, die er mit einer Körpertäuschung austrickste. Im ersten Versuch scheiterte er noch an Keeper Eisl, den Abpraller verwertete er aber selbst per Kopf - eine One-Man-Show auf Kärntnerisch (44.).
Gelb-Rot. Der farblose Pejic blieb in der Pause gleich in der Kabine, dafür durfte US-Boy Preston Zimmerman erstmals im KSV-Trikot einlaufen. Gemeinsam mit dem agilen Markus Felfernig sorgte er für etwas mehr Gefahr im Kärnten-Strafraum. Bernsteiner hatte die erste Großchance, sein Schuss wurde aber abgeblockt. Der Kapfenberger Offensivdrang wurde aber jäh unterbrochen: In der 70. Minute zwängte sich der spielfreudige Chiquinho zwischen Taboga und Milosevic durch. Letzterer brachte ihn zu Fall, Schiri Dietmar Drabek schickte aber Taboga mit Gelb-Rot unter die Dusche. Eine Fehlentscheidung?
Kärnten-Serie hält. Mit einem Mann weniger richtete Kapfenberg erst recht nichts aus. Die Kärntner Abwehr stand weiter bombenfest und hatte mit den Verzweiflungs-Angriffen des KSV wenig Mühe. Die einzige echte Möglichkeit vergab Kozelsky in Minute 82. Die logische Folge: Aus einem Konter machte der eingewechselte Brasilianer Schumacher das 0:2 (85.). Kärnten schaffte den fünften Sieg in Folge bei einem Torverhältnis von 14:0 - acht Treffer davon gegen die Kapfenberger.
Features
Fotoserie
10. Runde
Mittwoch:
Red Bull Salzburg - Sturm Graz 3:1
Kapfenberg - Austria Kärnten 0:1
Mattersburg - LASK 0:3
Austria Wien - SCR Altach 2:1
Dienstag:
Ried - Rapid 1:0
Fotoserie
Einspruch
Für heftige Diskussionen sorgte die Gelb-Rote Karte für Dominique Taboga. Taboga erklärte, dass Miroslav Milosevic das Foul gemacht habe, der junge Österreicher bestätigte das.
Kapfenberg überlegt daher einen Einspruch. "Es war mein Foul, das habe ich auch dem Schiedsrichter gesagt, aber die Entscheidung Gelb-Rot gegen Taboga wollte er nicht zurücknehmen", erklärte Milosevic.








