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Zuletzt aktualisiert: 21.09.2008 um 11:58 UhrKommentare

Kapfenberg baut auf seinen Gattuso

Aufsteiger Kapfenberg will Sonntag in Kärnten seine ersten Auswärtspunkte in der Bundesliga einfahren. Neo-Kapitän Stefan Erkinger spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.

Stefan Erkinger

Foto © GEPAStefan Erkinger

Auf die Kapfenberger warten nun vier heiße Tage mit den beiden Spielen Sonntag(18 Uhr, Premiere live) und Mittwoch gegen die Austria Kärnten. "Eigentlich hätte ich ja schon lieber am Samstag gespielt", trauert Trainer Werner Gregoritsch nicht nur einem freien Sonntag nach. "So hätten wir vor dem Heimspiel einen Tag länger zur Regeneration gehabt."

Geschunden. Kraft können er und seine Spieler jetzt auch brauchen, denn: "Die Kärntner haben nach einem schlechten Start jetzt drei Mal in Serie gewonnen und sind im Aufwind, aber wir werden alles tun, um unseren ersten Auswärtspunkt einzufahren", fiebert Trainer Werner Gregoritsch dem Spiel entgegen. In der langen Pause wurde im Trainingslager in Gußwerk Kondition geschunden und im Klettergarten am Zusammenhalt der Mannschaft gearbeitet. "Da ging es um Angst und Überwindung."

Leistungs-Maximum. Zwei Themen, die auch am Sonntag in der Hypo Group Arena eine Rolle spielen werden. "Wichtig ist, dass wir die Angst und die Nervosität in einem fremden Stadion schnell ablegen." Dass sich gerade auswärts alle überwinden müssen um das Leistungs-Maximum herauszuholen versteht sich für Gregoritsch ohnehin von selbst. Einer, der all diese Eigenschaft vorlebt ist sein neuer Kapitän, Stefan Erkinger. Seit drei Runden ersetzt der 26-Jährige den verletzten Dominique Taboga. "Er ist sehr zweikampfstark, gibt nie auf und hilft der Mannschaft vor allem in schwierigen Situationen mit seinem Einsatz", erklärt Gregoritsch.

Symbolfigur. Herbert Wieger vergleicht Erkinger gar mit einer Milan-Legende. "Er ist der Gattuso von Kapfenberg, allerdings ohne Bart." Über Rapid Lienz und den GAK ist der defensive Mittelfeldspieler 2005 zu den Kapfenbergern gestoßen und hatte auch maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Bundesliga. "Er hat sich zu einer Symbolfigur für Kapfenberg entwickelt", lobt "Gregerl" den zuverlässigen, mannschaftsdienlichen und meist unauffälligen Spieler. Abseits des Platzes ist er ein ruhiger Typ. "Aber wenn er etwas sagt, hat das Gewicht und wird von der Mannschaft akzeptiert", erklärt Gregoritsch, warum er sich unter anderem für Erkinger als verlängerten Arm auf dem Spielfeld entschieden hat.

Debüt. Entschieden hat sich der impulsive Kapfenberger Übungsleiter auch für Milan Fukal in der Innenverteidigung. "Er kann nach seiner Zyste in der Wade wieder spielen." Dafür fehlt Schellander verletzt aus. Für ihn dürfte Stepanek den rot-weißen KSV-Dress überstreifen. In Kärnten erwartet sich Trainer Frenkie Schinkels nach dem Cup-Aus gegen Ried eine Reaktion der Mannschaft. Der Brasilianer Schumacher könnte sein Debüt im Kärntner Dress feiern.

KLAUS MOLIDOR

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