Was KSV noch fehlt, ist ein voller Erfolg
Freud und Leid eines Trainers. Werner Gregoritsch blickt auf die ersten fünf Spiele zurück und freut sich auf Sturm.

Foto © GEPA Werner Gregoritsch
Fünf Runden hat Aufsteiger Kapfenberg bereits hinter sich gebracht - Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Bisher stehen zwei Punkte auf dem Haben-Konto, der erste Sieg lässt noch auf sich warten. KSV-Trainer Werner Gregoritsch über. . .
. . . das 1:3 bei Rapid: Ich habe mir das Spiel noch einmal angesehen und es war sicher eine Steigerung gegenüber dem Auswärtsspiel in Ried da. In der ersten Halbzeit konnten wir mithalten, auch Chancen haben wir gehabt. Aber wenn für ein paar Minuten die Konzentration nachlässt, werden wir sofort bestraft. Man darf aber auch nicht vergessen, dass der Großteil meiner Spieler noch nie in so einem Hexenkessel wie dem Hanappi-Stadion gespielt hat. Wir müssen nach wie vor Lehrgeld zahlen. Besonders gefreut habe ich mich über das Tor von Erkinger. Er hat brav trainiert und damit ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Das Endergebnis gegen Rapid ist im Bereich dessen, was man erwarten konnte.
. . . die Verletzungen von Andreas Rauscher und Michael Liendl: Rauscher hat es im Nackenbereich erwischt - eine Verstauchung der Halswirbel und auch eine Zerrung, er hatte sogar Lähmungserscheinungen. Für ihn tut es mir besonders leid, weil er zuletzt stark gespielt hat. Hoffentlich fehlt er nicht zu lange, wir müssen aber die weiteren Untersuchungen noch abwarten. Liendl hat sich am Knöchel verletzt, auch da wird sich erst zeigen, ob die Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden.
. . . das Positive in den ersten fünf Runden:
Einstellung und Zweikampfverhalten waren gut, wir erarbeiten uns auch die Chancen. Wir haben auf alle Fälle gezeigt, dass wir mithalten können.
. . . noch vorhandene Mängel:
Vor dem Tor sind wir zu wenig abgebrüht. In der Bundesliga bekommt man aber weniger Chancen als in der Red Zac. Konzentration und Routine sind auch Problemfelder. Momentan wird fast jeder Fehler in der Defensive bestraft. Und dann ist da die Psyche, weil ein volles Erfolgserlebnis fehlt. Mit dem ersten Sieg wird sicher vieles einfacher.
. . . die Fans:
Ich bin bisher sehr zufrieden, da wächst etwas. Eine echte Fankultur ist im Entstehen, es geht in die richtige Richtung.
. . . das Steirer-Derby gegen Sturm am Samstag:
Wir sind die zweite Kraft in der Steiermark und wollen die Nummer eins nicht nur fordern, sondern auch biegen. Das reicht als Motivation, da brauche ich auf der GAK-Vergangenheit, die ja einige in Kapfenberg haben, gar nicht lange herumreiten. Ein Duell mit Sturm in einem Meisterschaftsspiel ist für uns der Lohn für den Aufstieg. Ich gehe davon aus, dass es einen neuen Zuschauerrekord geben wird. Der alte liegt bei 6500, ich hoffe am Samstag auf über 10.000 Fans.








