David verpasste Goliath ein blaues Auge
Kapfenberg führte gegen Salzburg lange 1:0, am Ende gab es ein 1:1, das den Gästen etwas schmeichelte. Sencar traf für KSV, Janocko glich aus.

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Es war ein Duell David gegen Goliath, wie es im Buche steht. Und fast hätte der kleine David Kapfenberg - passenderweise traf David Sencar - Goliath Salzburg auch besiegt. Aber eben nur fast. Am Ende gab es ein 1:1, mit dem die Falken leben können und die Roten Bullen zufrieden sein müssen.
Ins Schwitzen gebracht. Denn eine umgekrempelte KSV-Truppe brachte den Liga-Krösus und -Favoriten gehörig ins Schwitzen. Martin Eisl vertrat im Tor den am Finger verletzten Kamil Susko ohne Fehl und Tadel, ein glänzender Akoto gab der Abwehr Stabilität. Dazu durfte Felfernig ebenso wie Kozelsky erstmals von Beginn an ran, während Neo-Stürmer Pejic auf der Bank Platz nehmen musste. Diese neu formierte Elf spielte dann nicht nur munter mit Salzburg mit, sie war sogar lange besser. Was auch die 6080 im Stadion mit Befriedigung zur Kenntnis nahmen. Liendl (7.), Lienhart (16.) und Kozelsky (22.) zeigten gleich von Beginn weg mit hochkarätigen Möglichkeiten auf.
Eleganter Heber. In der 35. Minute hätte Felfernig dann das 1:0 schon beinahe machen müssen, er scheiterte aber nach einem Alleingang aufs Tor an Salzburg-Keeper Ochs. Drei Minuten später war es aber soweit: Nach Lienhart-Pass hob der personifizierte David namens David Sencar das Leder aus spitzem Winkel elegant über den herauseilenden Torhüter ins lange Eck - 1:0, das Fekete-Stadion tobte, Trainer-Fuchs Werner Gregoritsch ballte triumphierend die Faust. Mit Recht, immerhin hatte er Salzburg völlig überrascht, indem er seine No-Name-Truppe durchaus offensiv und mit viel Biss aufs Feld geschickt hatte.
Einzige Ausbeute. Nach der Führung spielte Kapfenberg noch befreiter auf, kam noch zu mancher Chance. Die einzige Bullen-Ausbeute vor der Pause war ein gefährlicher Tchoyi-Kopfball, den Liendl auf der Linie wegschlagen konnte. In der zweiten Halbzeit kam Salzburg etwas auf, war aber weit davon entfernt, überzeugen zu können. Mit der ersten nennenswerten Kombination fiel allerdings der Ausgleich (73.): Tchoyi-Solo, Pass zu Janocko, Haken, Tor. Die KSV-Abwehr sah da nicht glücklich aus. Und Eisl (84.) rettete mit Beinabwehr sogar vor dem 1:2. Die Falken waren aber die bessere Mannschaft und auf alle Fälle moralischer Sieger.
Features
Fakten
Kapfenberger SV Superfund -
FC Red Bull Salzburg 1:1 (1:0), Kapfenberg, Franz-Fekete-Stadion,
6.080 Zuschauer, SR Prammer
Torfolge: 1:0 (38.) Sencar,
1:1 (73.) Janocko
Kapfenberg: Eisl - Taboga, Akoto, Rauscher, Schellander - Lienhart,
Siegl, Liendl (87. Erkinger), Felfernig (77. Wieger) - Kozelsky (67.
Pejic), Sencar
Salzburg: Ochs - Bodnar, Sekagya, Aufhauser, Gercaliu - Leitgeb,
Tchoyi, Kovac (55. Vonlanthen), Öbster (46. Jezek) - Nelisse, Janko
(70. Janocko)
Gelbe Karten: Taboga bzw. Kovac
Gelb-Rote Karte: Schellander (91./wiederholtes Foulspiel)









