Die erste Beute für die Kapfenberger Falken
Wie es der Coach gefordert hat - mit viel Herz und Kampfgeist hat KSV den ersten Punkt geholt. In der 92. Minute fiel das 2:2 gegen die Austria.

Foto © APKSV durfte doch noch jubeln: Erster Punkt in er Bundesliga
Das erste Mal zugeschlagen haben die Kapfenberger Falken schon vor dem Matchbeginn gegen die Wiener Austria - und zwar auf dem Transfermarkt. Mit dem Kroaten Pero Pejic, der zuletzt für den albanischen Erstligisten Dinamo Tirana stürmte, wurde doch noch der gewünschte Angreifer verpflichtet. Der 25-Jährige, der 2007 auch von Rapid getestet worden war, unterschrieb bis Saisonende.
Vorgaben umgesetzt. Der am Sonntag noch nicht spielberechtigte Pejic sollte aber erst der Anfang sein, am grünen Rasen ging es weiter. Da wurden die Vorgaben von Trainer Werner Gregoritsch umgesetzt. Nichts war mehr zu merken von Ehrfurcht und übertriebenem Respekt - die "Falken" wollten mehr, als erstklassigen Fußball nur aus nächster Nähe zu bestaunen.
Leicht überlegen. Von Beginn an war Kapfenberg gegen eine keineswegs überzeugende Austria optisch leicht überlegen, allein mit den Toren wollte es zunächst noch nicht so klappen. Die meisten Schüsse landeten neben dem Tor oder in den Wolken. Als dem bis dahin unsichtbaren Mario Bazina dann nach Okotie-Vorlage auch noch das 0:1 (36.) gelang, sahen die "Falken" wie begossene Pudel aus - obwohl der zuvor strömende Regen pünktlich zum Anpfiff aufgehört hatte.
Aus kühl wird feurig. Doch noch war nicht aller Tage Abend und als Hattenberger im Strafraum Sencar legte und Liendl den Elfer trocken zum 1:1 (53.) verwertete, sah die Welt schon wieder anders aus. Da zeigten auch die zuvor sehr kühlen 4840 KSV-Fans, dass sie durchaus feurig sein können. Doch noch hatten sie nicht ausgelitten, denn Okotie brachte die Wiener erneut in Führung (73.) - da half es auch nichts, dass heftig Abseits reklamiert wurde.
Später Ausgleich.
In der Schlussphase, als schon alles mit der zweiten Niederlage rechnete, wurde aber doch belohnt, dass Kapfenberg nicht aufgab. In der 92. Minute beförderte Austria-Chinese Sun Xiang eine Flanke von KSV-Edeljoker Mucki Wieger zum 2:2 ins eigene Tor und das Fekete-Stadion feierte, als hätte es eben einen Meistertitel erlebt.
Features
Fakten
FK Austria
Wien Endstand 2:2 (0:1). Kapfenberg, Franz-Fekete-Stadion, 4.840
Zuschauer, SR Einwaller.
Torfolge:
1:0 (36.) Bazina
1:1 (53.) Liendl (Elfmeter)
1:2 (73.) Okotie
2:2 (92.) Sun Xiang (Eigentor)
Kapfenberg: Susko - Taboga (70. Wieger), Schönberger, Rauscher,
Osoinik - Lienhart, Siegl, Sencar (88. Felfernig), Schellander -
Liendl, Bernsteiner (65. Kozelsky)
Austria: Safar - Standfest, Bak, Schiemer, Sun Xiang - Krammer,
Hattenberger, Netzer (62. Sulimani), Acimovic - Bazina (76.
Dragovic), Okotie (82. Topic)
Gelbe Karten: Schönberger, Bernsteiner, Liendl bzw. Standfest,
Hattenberger
Die Besten: Sencar, Liendl, Schellander bzw. Okotie, Bazina,
Acimovic








