Steirische Polizei ist für die Euro gerüstet
Heimische Polizei wird während der Fußball-Europameisterschaft von Polizisten aus Slowenien, Kroatien, Griechenland und der Türkei unterstützt. 17 ausländische Beamte helfen bei den Grenzkontrollen aus.

Foto © LPK Steiermark
Noch knapp ein Monat bis zur Fußball-Europameisterschaft - und Exekutive und Sicherheitsbehörden sind gerüstet: Obwohl in der Steiermark keine Spiele stattfinden, stellt die steirische Polizei 1050 Beamte für die "Euro 2008" ab. 750 Spezialisten der Einsatzeinheit (EE) und 300 Ordnungspolizisten werden im Einsatz sein.
Einsatzkräfte. Mit 88 Einsatzkräften helfen die Steirer in Klagenfurt aus, dafür bekommt die steirische Polizei ausländische Hilfe bei den Grenzkontrollen. 17 slowenische, kroatische, griechische und türkische Polizisten werden während der Europameisterschaft an der Staatsgrenze zu Slowenien benötigt. Bekanntlich werden die Grenzkontrollen zwischen dem 2. Juni und dem 1. Juli wieder eingeführt, allerdings nicht ständig, sondern je nach Bedarf. Details dazu werden von den Behörden erst ausgearbeitet, versichert Oberst August Feyerer, Pressesprecher des Landespolizeikommandos.
Ordnungspolizisten. Die überwiegende Anzahl der 300 Ordnungspolizisten - das sind Beamte der Polizeiinspektionen, die für die Europameisterschaft speziell geschult und ausgerüstet wurden - werden in Graz und im Raum Bruck/Kapfenberg stationiert sein, wo die größten Public-Viewing-Bereiche vorgesehen sind. Ihre Aufgabe ist, rund um die Veranstaltungsplätze für Ruhe und Ordnung zu sorgen, so Benno Kleinferchner (Stadtkommando Graz) und Herbert Huber (Bezirkspolizeikommando Bruck).
Sicherheit. Dabei sollen die Polizisten nach der Drei-D-Methode vorgehen: Dialog, Deeskalation, Durchgriff. Ist es notwendig durchzugreifen, schreitet die EE ein. Major Helmut Zöhrer: "Die Ordnungspolizisten wurden eigens dafür psychologisch geschult. Sie haben gelernt, wie man mit Menschenmassen umgeht und wie man mit Stressfaktoren umgeht." Für die Sicherheit auf den Public-Viewing-Plätzen ist, laut Behördensprecher Gerhard Lecker, der Veranstalter zuständig. "Er muss sich mit privaten Sicherheitsdiensten behelfen. Die Polizei schreitet nur ein, wenn diese Hilfe benötigen oder wenn es zu strafbaren Handlungen kommt."
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Fakten
Die Sprecher von Polizei und Behörde versichern, dass der normale Polizeidienst durch die Europameisterschaft nicht vernachlässigt wird: Erstens gäbe es während der Euro für die Polizei eine Urlaubssperre, zweitens würden die Ordnungspolizisten auch im normalen Dienst eingesetzt.








