Kapelle auf Wanderschaft
In Göriach in der Gemeinde Turnau stand eine Kapelle zu nahe an der Straße. Deshalb wurde sie gleich daneben noch einmal neu gebaut.

Foto © RoisSuchbildrätsel: Die linke Kapelle unterscheidet sich von der rechten durch wie viele Fehler
Vor mehr als 100 Jahren haben Göriacher Bauern in einer Gemeinschaftsarbeit eine Kapelle errichtet. Damals konnte man nicht ahnen, dass diese Kapelle einmal neben einer stark befahrenen Straße stehen wird, noch dazu in einer fast rechtwinkeligen Kurve.
Immer wieder passierte es, dass jemand anfuhr, dass sie stark verschmutzt wurde oder dass Schnee vom Kapellendach auf die Straße fiel. Aber was konnte man tun? Noch dazu, wo diese Kapelle seit Jahren unter Denkmalschutz steht?
"Wir wollten unsere Kapelle einfach ein Stück weiter nach hinten versetzen, das wäre aber bautechnisch sehr schwierig gewesen", erzählt Andreas Höfler, Ex-Bürgermeister und Anrainer der Kapelle. Gemeinsam mit dem Denkmalamt und der Pfarre wurde deshalb Folgendes vereinbart: Die Kapelle darf ganz gleich wieder aufgebaut werden. Das machte man auch.
So kam es, dass für einige Zeit zwei gleiche Kapellen nebeneinanderstanden. Vor einigen Tagen wurde aber bereits mit dem Abriss der alten begonnen, die "Doppelte-Lottchen-Kapellen" sind somit bald Geschichte.
Aufgebaut haben die Göriacher ihre neue Kapelle - wie schon vor 100 Jahren - in Gemeinschaftsarbeit. "In Zeiten, wo überall gespart werden muss, geht das fast nicht anders", sagt Höfler, der auch betont, dass alle gerne mitgearbeitet haben. Genutzt wird die Kapelle am Göriacher Dorfplatz für Maiandachten, Adventfeiern, Osterspeisensegnungen oder kleine private kirchliche Feiern. CHRISTINE ROIS








