Ein Wettlauf mit der Zeit
Die Straße in die Mooshuben in der Gemeinde Halltal ist seit gestern wieder einspurig befahrbar. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit, um diese Straße bis zum Winterbeginn zu erneuern.

Foto © Pototschnig
Der Halltaler Bürgermeister Herbert Fuchs war in der Hochwassernacht vor drei Wochen selber mit dem Auto in der Mooshuben: "Ein Glück, dass nichts passiert ist. Wir sind hier alle noch gefahren, weil wir nicht sehen konnten, wie stark die Straße unterspült ist", erzählt er, während Männer von der Wildbachverbauung und der Gemeinde die ärgsten Löcher auffüllen und die letzten Schritte der Sofortmaßnahmen setzen.
Höchste Zeit, denn die Straße steht bereits kurz vor der Wiedereröffnung: Per Ampelregelung werden die schlimmsten 300 Meter einspurig wieder geöffnet. Dies ist deshalb nötig, weil die Notumfahrung sehr eng, steil und kurvenreich ist: "Für Holztransporter ist die Straße völlig ungeeignet", sagt Fuchs, "und im Winter ist sie nicht als Umfahrung brauchbar, weil da bis zu zwei Meter Schnee liegen".
Deshalb hofft der Bürgermeister auf die Wildbachverbauung, die bis dahin das Ufer des Mooshubenbaches über 300 bis 400 Meter so befestigen soll, dass die Straße wieder 50 Jahre hält, wie das die alte getan hat.
Aber das wird nicht ganz einfach sein, wie Martin Streit, Gebietsbauleiter der "Wildbach" für das mittlere Murtal und Mürztal, sagt: "Wir werden uns bemühen, aber ob sich das bis zum ersten Schnee ausgeht, kann ich nicht sagen, ohne ein fertiges Projekt vorliegen zu haben. Wir haben mit der Planung begonnen, es wird immerhin ein 400.000- bis 500.000-Euro-Projekt. "
Schnee im Oktober
Der Winter kommt früh in der Mooshuben, wie Bürgermeister Fuchs sagt: "Mit Ende Oktober, Anfang November müssen wir damit rechnen, dass alles tief verschneit ist und die Umfahrung nicht mehr benutzbar ist." In der Mooshuben gibt's laut Fuchs sechs große Gehöfte, drei gut besuchte Gasthöfe und zahlreiche Einfamilienhäuser: "Es darf nicht sein, dass die alle von der Umwelt abgeschnitten sind."
Aber die Wildbachverbauung ist nach den schweren Unwettern der letzten Wochen auch an vielen anderen Stellen gefragt, so Streit: "Wir haben durch diese Schäden in etwa zehn Gemeinden Sofortmaßnahmen zu treffen, und es gibt auch an anderen Stellen Projekte, die nicht so einfach verschiebbar sind."
Dennoch sind die Halltaler zuversichtlich. Die Waldbesitzer auf der anderen Bachseite haben in den letzten Tagen im Uferbereich geschlägert, damit der Bach in diese Richtung verbreitert werden kann und die Wildbachverbauung Platz für ihre Arbeiten bekommt. "Es helfen alle mit, wir hoffen ja doch alle, dass es sich ausgeht", sagt Fuchs.









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