Antrag auf Abschaffung des Kleinen Glücksspiels
Im Mai 2011 kam es beim Parteitag der Wiener SPÖ zu einer kleinen Revolution: Delegierte stimmten für ein Verbot des kleinen Glücksspiels. Nun könnte es beim Parteitag der SPÖ in Bruck zu einem ähnlichen Beschluss kommen.

Foto © Jürgen Fuchs
Auf dem Parteitag der steirischen SPÖ am Samstag in Bruck/Mur könnte es zu einem ähnlichen Beschluss wie auf jenem der Wiener Partei im Mai 2011 kommen: Ein Antrag zielt auf die Abschaffung des Kleinen Glücksspiels ab, eine der wenigen direkten Einnahmequellen des Landes. Der SJ-Landesvorsitzende und Landtagsmandatar Max Lercher bestätigte gegenüber der APA eine Meldung auf derStandard.at und zeigte sich zuversichtlich, Zustimmung zu finden: "Ich denke, eine Mehrheit der Delegierten wird sich dafür aussprechen."
Geld mit dem Kleinen Glücksspiel zu machen, widerspreche den sozialdemokratischen Werten, so Lercher. Hinter dem Antrag stünden alle steirischen Jugendorganisationen der SPÖ und auch viele der Delegierten. Auch Landtagsklubchef Walter Kröpfl meinte, dass der Antrag durchgehen könnte. Aus den Erfahrungen der Wiener SPÖ mit einem entsprechenden Beschluss habe man gelernt und gehe in kleinen Schritten vor, so Lercher: "Eine Abschaffung muss in Kooperation mit dem Bund geschehen". Ein Landesverbot könne nämlich durch die Automatenaufstell-Regelung des Bundes umgangen werden. "Wenn aber wir in Bruck diesen Antrag beschließen, können wir zusammen mit den Salzburgern und Oberösterreichern auch eine Mehrheit beim nächsten Bundesparteitag am 13. Oktober in Wien zusammenbringen", so Lercher zur APA. Dann hätte Kanzler und Parteichef Werner Faymann von der Basis den Auftrag erhalten, das Kleine Glücksspiel abzuschaffen.








