Eine Familie im Takt
Die "Pfeilstöckers" feiern ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Foto © PototschnigElisabeth und Fritz Pfeilstöcker
Eswar Mitte der Fünfzigerjahre, als Fritz Pfeilstöcker mit seiner Schwester Fini immer wieder in den Gasthäusern von Bruck an der Mur und Umgebung sang. Die "Geschwister Pfeilstöcker" wurden zum Trio, als Fritz 1954 seine Elisabeth heiratete, erzählt Fritz Pfeilstöcker: "Ich kaufte 1960 einen Opel, und weil er kein Radio hatte, haben wir selber gesungen. Da haben wir gemerkt, dass meine Frau fantastisch singt."
1961 wurden sie von einem ORF-Sprecher entdeckt und engagiert: "Wir traten jahrelang für den Konsum auf. Damit die Genossenschaftsmitglieder auch kommen, gab's Volksmusik." Das Radio war ihr Medium, immer wieder gab's Auftritte mit Volksmusikgrößen von damals, von den "Pretuler Buam" bis zum Zitherspieler Walter Pintoffl.
Bald kam die kleine Lisi Pfeilstöcker dazu, Jahrgang 1957, die das Publikum entzückte, später auch der Fritz jun. Aus den "Geschwistern" wurde die "Familie Pfeilstöcker". Eine Tournee mit den "Kern Buam" in den 1970ern ließ die Familie überlegen, ob man die Musik zum Beruf machen sollte. Aber die Kinder waren klein und das Haus noch in Bau - Fritz blieb Stahlarbeiter. Die Kinder wurden größer, Lisi ging nach Tirol, Fritz zog es zur Tanzmusik, und der jüngste, Michael, landete beim Jazz. Daher spielten die "Pfeilstöcker" in den 1980ern in wechselnder Besetzung. Seit 2001 sind sie aber wieder eine Familienmusik: "Wir machen weiter, solange es geht", sagt Fritz sen. Und er ist zuversichtlich, dass es noch eine Weile so geht. Jetzt, wo die Kinder wieder dabei sind.
Features
Erfolgsstory
Aufgetreten sind die Pfeilstöckers von Bayern bis Jugoslawien, vom Stanglwirt in Going bis zur Grazer Messe. Ein halbes Dutzend Platten und Kassetten wurde aufgenommen, es gab unzählige Aufnahmen fürs Radio und Auftritte im Fernsehen.








