Frau lebensgefährlich verletzt: Kripo ermittelt in Seniorenheim
In Bruck wurde eine 65-jährige Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Gewalttat ist nicht auszuschließen.

Foto © APA/SujetDie Kriminalisten ermitteln derzeit in alle Richtungen
Die Pensionistin Johanna W. (65) war in einem Brucker Seniorenheim untergebracht. Freitagabend wurde sie in Spital eingeliefert. Die Ärzte stellten Serienrippenbrüche, einen Schlüsselbein- und Wirbelsäulenbruch sowie Einblutungen in der Lunge fest. Es soll sich um alte und neue Verletzungen handeln. Die Frau schwebt in akuter Lebensgefahr.
Seniorenheim
Dienstagnachmittag verständigte ein Spitalsarzt den Geschäftsführer des Seniorenheimes und teilte ihm mit, dass vermutlich eine Gewalttat vorliegt. Der Geschäftsführer erstattete daraufhin Anzeige. Als die Polizeiinspektion Bruck von diesem bedenklichen Fall erfuhr, wurde sofort die Mordgruppe des Landeskriminalamtes eingeschaltet. "Die Ermittlungen laufen", so Mordgruppenchef Anton Kiesl. "Wir können aber noch nicht sagen, was geschehen ist. Wir ermitteln in allen Richtungen."
Wegen der vielen massiven Verletzungen schließt die Polizei Fremdverschulden nicht aus. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf das Seniorenheim. Der Fall Johanna W. in Bruck erinnert einen rätselhaften Vorfall in einem Weizer Pflegeheim. Im Mai dieses Jahres wurde der 83-jährige Josef K. mit Würgemalen ins Landeskrankenhaus Graz eingeliefert und einige Tage später ins LKH Weiz überstellt. Kurz darauf starb der alte Mann.
Die gerichtsmedizinische Obduktion ergab, dass Josef K. an einer Lungenentzündung gelitten hatte und durch Organversagen gestorben war. Die Obduktion bestätigte aber auch, dass die Würgemale am Hals eindeutig von fremder Gewalteinwirkung herrühren. Ob diese Verletzungen zur Lungenentzündung und schließlich zum Tod des altenMannes geführt haben, ist nach wie vor ungeklärt. Auch im Fall Josef K. laufen noch Ermittlungen der Mordgruppe des Landeskriminalamtes.








