Kooperation verbessern
Zusammenarbeit der Institutionen war Thema des Suchthilfekongresses.
Interdisziplinarität in der Suchthilfe" war das Thema des Brucker Suchthilfekongresses. Peter Ederer, steirischer Suchtkoordinator, dazu: "Prävention, Schadensminimierung, Behandlung und Therapie sind recht gut vernetzt. Aber rundherum kommen andere soziale und pädagogische Einrichtungen dazu, die Türen dahin sind weiter aufzumachen." Der Kongress zeigte Wege auf, um die Kooperation zu verbessern.
Namhafte Experten kamen zu Wort, unter anderem Martin Kurz, seit einem Jahr Primar an der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen an der Landesnervenklinik Sigmund Freud (LSF) in Graz. Kurz ortete das größte Problem darin, dass sich die verschiedensten Institutionen verselbstständigen und eher für sich arbeiten würden. Und: In die Suchthilfe müsse man auch die berufliche Welt einbeziehen. Auch ein Wunsch: "Von der Politik erwarte ich mir ein grundsätzliches Statement, wie man mit suchtkranken Menschen umgeht".
Ederer ortete Verbesserungspotenzial bei der regionalen medizinischen Betreuung Suchtkranker. So ist die Landesnervenklinik Sigmund Freud in Graz in erster Linie in Verantwortung um diese Betreuung. Weswegen die Klinik oft an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt. Und so wiederholt sich ein Weg von Suchtkranken meistens: Zur medizinische Entwöhnung geht es ins LSF und wieder retour nach Hause. Es brauche deshalb eine Regionalisierung in der Behandlung. "Dass sich der Arzt in der Ordination auch nicht scheut, bei Substanzerkrankungen zu handeln." Medizinisch und durch Weiterleitung an andere Einrichtungen. Dasselbe sollte auch in den Krankenhäusern gelten. Ederer: "Dazu schauen wir, dass wir interdisziplinäre Ausbildungen anbieten können. MICHAELA AUER








