Steirischer "Vexations"-Künstler Schmoll stellt in Berlin aus
Grimassen-Vasen von Augarten im Blickpunkt.
Der in Bruck/Mur geborene Künstler Gregor Schmoll stellt seinen Zyklus "Vexations", der 2008 im Künstlerhaus Wien zu stehen waren, in Berlin aus. In seiner jüngsten Werkgruppe grimassiert der Künstler die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt und kombiniert Fotos davon mit Stillebenmotiven à la Edward Weston und Robert Mappelthorpe.
Auseinandersetzung.
Die Serie ist eine Auseinandersetzung mit der Ästhetisierung von Objekten und ihren Oberflächen. Sie besteht aus Fotografien von Blumen, aus Porzellan gefertigten Vasen, deren Formen sich aus dem durch Grimassen verzerrten Profil des Künstlers generieren, und den fotografischen Abbildern dieser Vexiervasen. Ergänzt wird der Zyklus durch eine Reihe von Selbstporträts in der Art medizinischer Studienaufnahmen von Hysterie-Patienten im 19. Jahrhundert. "Im Nebeneinander der Vasen, Blumen und Porträts findet Abstraktion im Sinne von Verwandlung einer christlich abendländischen Kulturrezeption und in der Dekonstruktion des eigenen Abbildes statt", hieß es dazu vom Veranstalter.
Fertigung.
Für die Fertigung seiner Vasen konnte der in Wien lebende Künstler die Porzellanmanufaktur Augarten in Wien gewinnen. Teile der Serie "Vexations" waren bis Ende Jänner auch in Tel Aviv zu sehen.








