Wieder ein Polizist von Betrunkenem verletzt
Polizei: Kein Trend zur Gewalt gegen Exekutive.
Alkohol oder Drogen senken die Hemmschwelle, steigern gleichzeitig die Aggressivität und lassen die zumeist jugendlichen Randalierer jeglichen Respekt vor der Exekutive verlieren: Wieder wurde am Samstag ein Polizist bei einem Einsatz von einem Betrunkenen verletzt.
Mit dem Umbringen bedroht. Ein 22-jähriger Brucker hatte in den frühen Morgenstunden in einem Innenstadtlokal randaliert, Beamte der Stadtpolizei und der Polizeininspektion Bruck wurden zu Hilfe gerufen. Aber auch die Uniformen schreckten den schwer Betrunkenen nicht ab, er randalierte weiter und soll die Polizisten sogar mit dem Umbringen bedroht haben. Als sie den Mann festnehmen wollten, schlug er weiter um sich und verletzte dabei einen Beamten der Stadtpolizei leicht. Nur mit Einsatz von Pfefferspray konnte der Obersteirer überwältigt und in die Arrestzelle gebracht werden. Er wird sich jetzt wegen mehrerer Delikte vor Gericht verantworten müssen.
LKH-Personal. Vor wenigen Tagen wurde sogar das medizinische Personal im LKH Wagna gleich zweimal binnen kurzer Zeit von tobenden Jugendlichen bedroht und teilweise verletzt, genauso wie die einschreitenden Polizisten. Trotz der drastischen Fälle in letzter Zeit registriert man im Landespolizeikommando aber keine Häufung der Gewalt gegen Polizisten. Allerdings zeige ein Vergleich, dass die Gewaltbereitschaft im städtischen Bereich dreimal so hoch ist wie am Land. Laut Kriminalstatistik gingen die Fälle von Widerstand gegen die Staatsgewalt bis Ende September in der Steiermark sogar um zwölf Prozent auf 106 zurück.







