Werkzeug des Friedens
Angelika Grossmann aus Bruck ist die einzige Österreicherin, die zu Pfingsten beim internationalen Friedenslauf in Ruanda an den Start geht.
Angelika Grossmann, Direktorin der Sonderschule des Brucker Pius-Instituts der Kreuzschwestern, ist seit zehn Jahren begeisterte Läuferin. "Seit acht Jahren konsequent", wie sie sagt. Derzeit aber sieht man sie noch ein bisschen öfter auf ihrer Laufstrecke - hat sie doch ein großes Ziel vor Augen. Grossmann absolviert am 11. Mai einen Halbmarathon beim International Peace Marathon, einem Friedenslauf, in Ruanda.
Hilfsprojekt. Ins Leben gerufen wurde dieser Lauf im Jahr 2005 vom ruandesischen Ministerium für Sport und Kultur in Zusammenarbeit mit Soroptimist International, einem weltweit aktiven Wohltätigkeitsklub, dem ausschließlich Frauen angehören. Die Vereinigung hat nach dem Völkermord 1994 in dem afrikanischen Land viele Hilfsprojekte ins Leben gerufen. Grossmann ist Mitglied des Soroptimistclubs in Bruck - und wurde im Herbst von ihren Klubschwestern gefragt, ob dieser Lauf nicht etwas für sie wäre.
Unbezahlt. Nach einigem Überlegen bat Grossmann den Brucker Bezirksschulinspektor Karl Liebminger um drei unbezahlte Karenztage für das Unternehmen. Seine Antwort lautete: "Lauf!" Viel Zeit zum Akklimatisieren hat Grossmann in Ruanda nicht. Sie kommt am 10. Mai abends in Ruanda an und startet am nächsten Morgen um 8 Uhr.
Frieden. "Ich gehe mit großem Respekt, aber mit ebenso großer Freude an dieses Unternehmen heran", sagt Grossmann, die beim Rückflug ihren 53. Geburtstag feiert. Die sportliche Leistung steht für sie dabei aber nicht im Vordergrund. "Dabei geht es nicht um Bestzeiten, sondern um den Frieden. Und ich sehe mich als Werkzeug dieses Friedens", meint sie.







