Minoritenkirche: Jahr 2008 ist für den Hugo
Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Vor 585 Jahren starb Hugo von Montfort. Begraben wurde der Minnesänger und Landeshauptmann in der Brucker Minoritenkirche.

Foto © Ulf TomaschekMitglieder des Kuratoriums zur Renovierung der Brucker Minoritenkirche vor dem Wappen des Minnesängers Hugo von Montfort
Er war ein erfolgreicher Feldherr und Politiker. Seine Loyalität zu den Habsburgern trug ihm sogar das Amt des steirischen Landeshauptmanns von 1413 bis 1415 ein. Doch bekannt wurde Hugo von Montfort vor allem als Minnesänger.
Todestag.
Während das Geburtsjahr Hugo von Montforts mit 1357 lediglich aus diversen Quellen erschlossen wurde, ist sein Todestag belegt: Er starb am 5. April 1423 in Bruck und wurde in der Kirche "Maria im Walde", der Minoritenkirche, begraben.
Unbekannt.
Eine Tatsache, die auch in Bruck kaum bekannt ist. Daher hat sich das Kuratorium zur Renovierung der Minoritenkirche des Minnesängers und Landeshauptmanns angenommen. Das Jahr 2008 - und damit der 585. Todestag - wird ganz im Zeichen des Hugo von Montfort stehen.
Vorstellung.
Den Auftakt bildet ein Vortrag am Freitag, dem 4. April, in der Wirtschaftskammer Bruck. Um 19 Uhr stellen der Grazer Germanist Univ.-Prof. Wernfried Hofmeister und der Historiker Gernot Obersteiner vom Landesarchiv Hugo von Montfort vor. Hofmeister bekam für seine Arbeiten über den Minnesänger übrigens den Erzherzog-Johann-Forschungspreis 2006.
Lieder.
Einen Eindruck von der Musik des ausgehenden Mittelalters vermittelt zwei Wochen später, am 18. April, Eberhard Kummer, Konzertsänger und Spezialist für mittelalterliches Liedgut. Er wird um 19 Uhr in der Minoritenkirche einige der von Montforts Zeitgenossen Bürk Mangolt vertonten Werke zum Vortrag bringen.
Ausstellung.
Im Juni folgt eine Ausstellung von Projekten mehrerer Brucker Schulen im Rathaushof, betreut von den Kuratoriumsmitgliedern Terri Gattringer-Sabino und Vizebürgermeisterin Roswitha Harrer. Gattringer-Sabino hat übrigens auch die Lieder Hugo von Montforts ins Englische übersetzt. Ein musikalischer Abend im November wird das Montfort-Jahr abrunden.
Stellenwert.
"Wir wollen mit unseren Aktivitäten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen", sagt Hannes Merl sen., der Obmann des Kuratoriums. "Natürlich wollen wir durch die Veranstaltungen Geld für die Renovierung der Minoritenkirche einnehmen. Wir wollen Hugo von Montfort aber auch wieder einen Stellenwert in Bruck geben."
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