"Lehre mit Matura" als Mittel gegen den Facharbeitermangel
Für das Almenland, das auch in den Bezirk Bruck reicht, werden Kurse für künftige Facharbeiter mit Matura angeboten.
Auch im Almenland, zu dem Pernegg und die Breitenau gehören, droht ein Mangel an Facharbeitern. Wie überall fehlen durch die geburtenschwachen Jahrgänge Jugendliche, die eine Lehre absolvieren wollen.
Ein Schritt, um die Lehre attraktiver zu machen, ist es, in Passail Module für Deutsch, Mathematik und Englisch sowie dem jeweiligen Fachbereich anzubieten, um so zur Matura zu kommen. Die Almenlandwirtschaft hat sich um ein Arbeitszeitmodell bemüht, das in Kooperation mit dem "WIFI" durchgeführt wird.
"Arbeitszeitmodell" heißt, der Lehrling wird jeden Freitag vom Arbeitgeber freigestellt, um tagsüber die Kurse zu besuchen. Der Arbeitszeitentfall wird dem Betrieb vom Bund abgegolten. Stattfinden sollen die Kurse in der Hauptschule Passail.
Mindestens 18 Teilnehmer sind nötig, um starten zu können. Auch Erwachsene und ausgebildete Fachkräfte können teilnehmen, allerdings fallen für diese Kosten in der Höhe von 1050 Euro pro Modul an.
Ziel ist es, die Lehre attraktiver zu machen. "Lehre und Matura" ist aber nur ein Weg. So sollen beispielsweise in Zukunft Volksschüler Betriebe besuchen können, und bei Aktionstagen mit Spiel und Spaß treffen Schüler auf Lehrlinge und Ausbildner. Dazu soll es "Tage der offenen Tür" in Betrieben geben.
Schon jetzt gibt es die Almenland-Lehrlingsqualifikation: Dabei nehmen Lehrlinge an sechs Modulen zur Persönlichkeitsbildung teil. ULLA PATZ








