"Wir haben geschlossen geöffnet"
Den Feiertag nutzen viele für die Weihnachtseinkäufe. Die Einkaufsstädte der Region haben auch für die Kunden offen.

Foto © ReutersDie Geschäfte sperren am Feiertag auf
An vorderster Front im Kindberger Geschäft werden Werner Schöffmann und seine Gattin heute zu finden sein. Und die Mitarbeiterinnen haben einen Dienstplan, der es trotz Feiertagsdienst erlaubt, auch noch für die Familie Zeit zu haben. "Aber mir wäre es generell lieber, es gäbe klare Richtlinien", sagt Werbegemeinschafts-Obmann Schöffmann. Am liebsten wären ihm geschlossene Geschäfte am 8. Dezember. Denn für Kleinbetriebe heißt es aufsperren, um die Kunden an diesem Tag nicht ganz an die Einkaufszentren zu verlieren. Hohe Personalkosten sind die Folge.
Willkommene Gelegenheit. Thomas Pekastnig, Juwelier und Chef der Brucker Werbegemeinschaft, hält eine Diskussion zum Offenhalten für hinfällig. "Ich könnte mir nicht vorstellen, dass heute jemand geschlossen hat." Fazit: "Wir haben geschlossen geöffnet." Denn der Marienfeiertag sei für viele Familien eine willkommene Gelegenheit für den Weihnachtseinkauf. Wie Kindberg, so lockt auch Bruck die Kundschaft mit weihnachtlicher Atmosphäre und betont auch die individuelle Beratung als einen der Vorteile des innerstädtischen Einkaufens. Pekastnig: "Wir sind kein klassisches Einkaufszentrum mit Jubel, Trubel und stickiger Luft, sondern eine traditionelle Einkaufsstadt mit Weihnachtsstimmung."
Angebote und Aktionen. Weihnachtliche Atmosphäre verbreitet man in Mürzzuschlag seit gestern schon mit dem "Adventdorf", einem Aventmarkt auf dem Stadtplatz. Dazu gab es einen langen Einkaufsabend, auch heute haben die Geschäfte den ganzen Tag offen. "Gerne lässt sich der Kunde mit speziellen Angeboten und Aktionen locken", weiß Citymanagerin Brigitte Mair. Die Mürzzuschlager lukrieren erfahrungsgemäß Kunden aus dem Raum Neunkirchen am Marienfeiertag. Was eine wichtige Kompensation der Tatsache ist, dass es auch Mürzzuschlager in die Einkaufszentren zieht.













