Polizisten als Lebensretter
Montagnachmittag stürzte sich ein Pensionist in die Mürz. Zwei Beamte der Stadtpolizei Kapfenberg holten ihn aus dem eiskalten Wasser.
Sprung in die Mürz.Laut Polizeibericht war es exakt 14.28 Uhr, als ein 69-jähriger Mann an der Mürzbrücke gegenüber dem Restaurant Schicker in die Mürz sprang, weil er nicht mehr leben wollte. Zufällig kamen Bezirksinspektor Gerhard Iber und Revierinspektor Rainer Holzer auf einer Kontrollfahrt vorbei, als sie durch Passanten auf den Vorfall aufmerksam gemacht wurden.
Nachgefahren.
Da der Mann schon ein paar hundert Meter abgetrieben war, sprangen die beiden ins Auto und fuhren in die Schinitz, wo die Mürz einen Bogen macht. "Zum Glück kam er dort nahe ans Ufer", erzählt Iber, "er war nämlich schon sehr schwach".
Geborgen.
Revierinspektor Holzer hielt dem Mann eine lange Holzstange hin, aber weil er schon sehr entkräftet war, konnte er sich nicht mehr daran festhalten. Also stieg Iber ins Wasser, und mit vereinten Kräften zogen sie den Mann ans Ufer.
Erstversorgung.
"Er war schon stark unterkühlt und blutete stark am Kopf, denn beim Sprung von der Brücke war er mit dem Kopf aufgeschlagen", so Iber weiter. Die beiden Polizisten führten die Erstversorgung durch, dann traf auch schon das Notarztteam ein, das die zwei schon zuvor alarmiert hatten.
Die Notärztin stellte fest, dass der Mann nur noch 33 Grad Körpertemperatur hatte. Er wurde warm eingepackt und ins LKH Bruck gebracht, wo man ihn weiter behandelte. Am Nachmittag bestand laut Polizei keine Lebensgefahr mehr.
Erleichterung.
Die beiden Lebensretter von der Stadtpolizei waren darüber erleichtert, wie Iber sagt: "Der Mann wollte sich zwar das Leben nehmen, aber es war ganz offenkundig, dass er sehr froh über seine Rettung war."













