Buntmetalldiebe bringen Arbeiter in Lebensgefahr
Erst in Allerheiligen, jetzt in Pernegg: Diebesbanden entfernen Kupferleitungen von Bahnanlagen und damit die Erdung der Leitungsmasten.

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Der Diebstahl von Alt- und Buntmetall durch organisierte Banden steht in der Steiermark fast schon auf der Tagesordnung. Doch nachdem immer mehr Eisenhändler und Schrottverwerter ihre Lagerplätze sicherheitstechnisch aufrüsten, suchen sich die Diebe neue Tatorte aus. Jetzt scheinen sie sich auf Kupferleitungen entlang von Bahnlinien spezialisiert zu haben.
Kupferleitungen.
Zuletzt schlugen sie am Bahnhof Pernegg zu. Wie die Polizeiinspektion Pernegg-Kirchdorf gestern mitteilte, trennten Unbekannte zwischen den Gleisanlagen 20 Stück Kupferleitungen ab und zogen sie aus dem Erdreich. Auch Halterungen und Pressverbinder aus dem Edelmetall wurden gestohlen. Der Schaden ist relativ gering: Er beläuft sich auf rund 1600 Euro.
Wie in der Vorwoche.
Erst in der Vorwoche waren auf die selbe Weise Leitungen auf der Südbahnstrecke bei Allerheiligen im Mürztal abmontiert worden. Dort waren es sogar 330 Kilo Kupfer, die verschwanden (wir berichteten).
Neben dem materiellen Schaden birgt das Entfernen der kupfernen Spannungsableiter aber auch eine enorme Gefahr für Bahn-Arbeiter, die sich im Gleisbereich aufhalten. Denn das Metall dient als Erdung unter anderem für die Fahrleitungsmasten. Im ungeschützen Bereich kann es daher nach solchen Diebstählen zu lebensgefährlichen Stromüberschlägen kommen.
Nach Aussage des Innenministeriums wurden im Vorjahr im gesamten Bundesgebiet insgesamt 849 Metalldiebstähle angezeigt: Das bedeutet einen Schnitt von 2,3 Fällen pro Tag.













