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Zuletzt aktualisiert: 19.07.2007 um 16:34 Uhr

Tauchunfall: "Es war sicher kein Eigenverschulden"

Suche nach Ursache für Tauchunfall in Kindberg. Plötzlicher Anstieg des Pegels hatte Feuerwehrmann überrascht. Kapfenberger schwebt weiter in Lebgensgefahr.

Der Taucheinsatz brachte traurige Gewissheit

Foto © FF/PUSTERHOFERDer Taucheinsatz brachte traurige Gewissheit

Noch liegt der Feuerwehrmann Erich Fasching (32) aus Kapfenberg auf der Intensivstation des LKH Graz im künstlichen Tiefschlaf. Sein Zustand ist kritisch, Prognosen will derzeit keiner wagen. Und seine Kameraden fragen sich: "Wie konnte das nur passieren?"

Einsatztaucher. Wie berichtet, war der Einsatztaucher nach Ende der Suchaktion nach dem in der Mürz vermissten Feuerwehrmann über eine Wehr gespült worden. "Er stürzte fünf Meter ab, stürzte auf ein Betonpodest und von dort ins Wasser. Er sank bis zum Grund ab und wurde nach rund zehn Minuten von seinen Kollegen geborgen", erhob man bei der Polizei Kindberg den Hergang. Angehörigen der Feuerwehrschule Lebring gelang es, den Kapfenberger wiederzubeleben.

Pegel. "Eines kann ich mit Sicherheit ausschließen: Dass es Eigenverschulden war", ist der Kapfenberger Feuerwehrkommandant Manfred Steinbrenner überzeugt. Denn Fasching - er arbeitet seit Mai hauptberuflich bei der Stadtfeuerwehr - sei ein erfahrener Taucher, gehöre seit elf Jahren dem Wasserdienst an. Auch die Erhebungen der Polizei deuten darauf hin. Demnach sei der Pegel der Mürz noch während des Tauchgangs plötzlich angestiegen, wodurch der 32-Jährige über den Überlauf der Wehranlage gespült wurde. Jetzt müssen Sachverständige klären, wie es dazu kommen konnte. Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb.

Leiche. "Das waren zwei dramatische Erlebnisse, wir hatten einiges zu verarbeiten", ist Steinbrenner bestürzt. Denn kurz vor dem Unfall hatte man die Leiche seines Kollegen Anton Rothschedl gefunden. Der Kommandant der FF Mooskirchen (49) war Samstagnacht vermutlich ausgerutscht und in die Mürz gestürzt. Rothschedl wird morgen in seinem Heimatort begraben.

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1878 Jugendliche und 517 Betreuer nahmen am Feuerwehrlager in Kindberg teil. Das Zeltlager der Landesfeuerwehrjugend wird alle zwei Jahre in der Steiermark abgehalten.

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