Bilanzfälschung in der Betriebskrankenkasse
U-Richter ist in Sachen Kindberg aktiv.

Foto © AP
Spät aber doch gibt es für offensichtliche, gravierende Verfehlungen in der Führung und speziell in der Buchhaltung der früheren Voestalpine-Betriebskrankenkasse Kindberg ein Nachspiel. Dem Vorstand wurde für die Jahre 2003 und 2004 nicht die Entlastung erteilt, gegen den damaligen Kassenobmann, den leitenden Angestellten und dessen Stellvertreter laufen gerichtliche Vorerhebungen. Die Vernehmungen des Leobner U-Richters sind im Gange.
Betriebskrankenkasse. Kommt es zu Verurteilungen, werden die Betroffenen zivilrechtlich belangt, bestätigte Josef Gritz, Obmann der Betriebskrankenkasse der Voestalpine-Bahnsysteme. Diese ist 2006 durch Fusion der Kindberger mit der Donawitzer Kasse entstanden. In diesem Fall bleibe ihm nichts anderes übrig, die Gesetzeslage sehe das vor.
Hauptversammlung. Gritz wird demnächst bei der Hauptversammlung über einen "nicht geringen Schaden" durch die Vorgänge in Kindberg berichten. Die "Aufräumung" sei jetzt aber abgeschlossen. Ein Prüfbericht des Gesundheitsministeriums hatte der damaligen Kindberger Kassenführung "Versagen auf allen Ebenen" attestiert und sogar Bilanzfälschung aufgedeckt. Dass der damalige leitende Angestellte in Kindberg, gegen den nun Vorerhebungen laufen, zum Chef der mit Donawitz fusionierten Krankenkasse aufsteigt, konnte Gritz gerade noch verhindern.













