Schwarz: "Es gab nie geheime Verhandlungen"
Kapfenberger Stadtchefin Brigitte Schwarz will Einheit der Partei nicht gefährden und findet, dass sie dafür genug getan hat.

Foto © Franz PototschnigBrigitte Schwazr ist als Bürgermeisterin zurückgetreten
Landtagspräsident Manfred Wegscheider meinte gestern im Kleine-Zeitung-Interview, dass die Geheimverhandlungen der SPÖ Kapfenberg mit Bruck die Ursache für den Unmut in der Kapfenberger SP waren.
BRIGITTE SCHWARZ: Es gab nie Geheimverhandlungen. Natürlich waren die ersten Gespräche nicht öffentlich. Da ging es um Fragen wie: Trauen wir uns über eine Fusion drüber? Oder: Wie bereiten wir den entsprechenden Antrag für den Gemeinderat vor?
Angeblich hatten viele in der SPÖ Kapfenberg Angst, von Bruck über den Tisch gezogen zu werden. Viele trauen Wegscheider offenbar eher zu, ein gutes Ergebnis für Kapfenberg zu verhandeln.
SCHWARZ: Kapfenberg war sicher nicht benachteiligt. Es gab 19 Arbeitsgruppen, zehn davon unter Kapfenberger, neun unter Brucker Führung. Projektleiter war der Kapfenberger Stadtamtsdirektor. Im Grunde war das eine faire Ausgangsbasis.
Aber Teile der SPÖ Kapfenberg lehnten diese ab, was letztlich zu Ihrem Rücktritt führte.
SCHWARZ: Ja. Wir hatten mit Bruck vereinbart, zuerst Daten und Fakten zu erarbeiten und erst danach sensible Fragen zu besprechen wie etwa, wo das Rathaus steht oder wie die gemeinsame Stadt heißt.
Als Wegscheider auf den Plan trat, wurde er mit großer Mehrheit als künftiger Parteichef akzeptiert.
SCHWARZ: Allerdings gab's auch Stimmen für eine Gegenliste. Aber das wollten wir nicht, weil uns die Einheit der Partei wichtig ist.
Wegscheider sagt, Ihre Umfragewerte seien sehr schlecht.
SCHWARZ: Alle maßgeblichen Personen wussten, dass ich mich im März zurückziehe. Ich gehe jetzt, damit wieder Ruhe einkehrt. Was soll ich noch mehr tun? FRANZ POTOTSCHNIG














