Die steirischen Skigebiete rüsten zum Frühstart
Am Samstag geht der Regen im ganzen Land in Schneefall über. Sehr zur Freude der Betreiber großer Skigebiete in der Obersteiermark, die mit Hunderten Schneekanonen nachhelfen. Reiteralm und Planai wollen zu Allerheiligen die Skisaison eröffnen.

Foto © Steiermark Tourismus/Ikarus.ccAm Wochenende breitet sich aber Schnee übers ganze Land aus. Sehr zur Freude großer Skigebiete, die nächste Woche aufsperren wollen..
Das klingt nach Abschied und Neuanfang: "Mit dem traumhaften Herbstwetter ist es spätestens am Freitag überall vorbei, am Samstag kommt der Winter ins Land", sagt Meteorologe Reinhard Prugger. Das heißt, zum vorläufig letzten Mal steigt das Thermometer am Donnerstag außerhalb der Nebelzonen noch auf 18 Grad, und das bei strahlendem Sonnenschein. Wobei sich die zuletzt zähen Nebelfelder in Tallagen am Donnerstag im Laufe des Tages fast überall auflösen können.
Am Nationalfeiertag besteht vor allem in der Obersteiermark am Vormittag noch die Chance auf feiertagsgebührendes Wanderwetter. Nach und nach trübt es sich aber überall ein und es beginnt zu regnen. Und dann wird's spannend, oder in den Worten von Prugger: "Ein Tiefdruckgebiet, das feuchte Luft aus Italien bringt, und eine polare Kaltluftströmung aus Skandinavien haben es sich ausgemacht, sich genau über uns zu treffen."
Für den Samstag sei dann zusätzlich zu den Niederschlägen "ein Temperatursturz" zu erwarten, wodurch der Regen in Schnee übergehen werde.
Laut Gerhard Hohenwarter von der Zentralanstalt für Meteorologie ist am Samstag vom Ennstal bis zum Mürztal mit einer bis zu zehn Zentimeter dicken Schneedecke zu rechnen. Im Süden wird es später kalt, doch in der Nacht auf Sonntag kann's auch hier ordentlich zu schneien beginnen.
Bleibt der Schnee liegen? "Im Norden gewiss, im Süden hängt alles von der Temperatur ab, ob die Soße davonschwimmt", so Prugger. Doch ab einer Höhe von 500 bis 600 Metern "kann schon ordentlich Schnee zusammenkommen". Am Sonntag bleibt es aus derzeitiger Sicht trüb und kalt, zudem gesellt sich eisiger Nordwind dazu. Und in den Nächten wird es in vielen Regionen frostig.
"Planai ist schussbereit"
Beim Wort "Frost" geht indes bei vielen steirischen Skiliftbetreibern das Herz auf: "Die Planai ist schussbereit", spielt deren Neo-Chef Georg Bliem darauf an, dass die Beschneiungsanlagen wohl dieser Tage in Betrieb gehen. Auch bei der Reiteralm "kribbelt's bereits bei allen", sagt Betriebschef Karl Fischbacher, der ebenso wie Bliem Frau Holle kräftig unterstützen will: "Wenn die Vorhersage stimmt, dann hilft uns jetzt das Wetter und wir helfen dem Wetter nach." 300 Beschneiungsgeräte seien auf der Reiteralm einsatzbereit, "bei idealen Bedingungen schaffen wir in drei Tagen einen halben Meter Schnee im ganzen oberen Bereich".
Wann ist der erste Skitag in Sicht? Für Sonntag sei es noch zu früh, meint Bliem. "Doch wenn wir spätestens zu Allerheiligen die Gipfellifte einschalten, wäre das ein Hit." Das ist auch das Ziel auf der Reiteralm. Im Gegensatz zum Winterbesuch in der Vorwoche - der aber vom Föhn verblasen wurde - seien dieses Mal die Vorzeichen besser für einen Saisonfrühstart. Wobei: Im Vorjahr schickten die Planaibahnen schon am 23. Oktober erste Gipfelstürmer ins Ski-Rennen.















