7 Millionen für die Fachschule Hafendorf
15 Monate lang wurde die Fachschule Hafendorf grundlegend saniert - wobei der Lehrbetrieb weiter ging. Aber jetzt ist das Werk vollendet und wurde eröffnet.

Foto © Franz Pototschnig
Die "Villa" der Land- und Forstwirtschaftliche Fachschule Hafendorf wurde bereits 1920 errichtet und beherbergt nach wie vor die Klassenzimmer für die 103 Schüler. 1961 kam ein Internatsgebäude dazu, das 1978 erweitert worden ist.
Laut Franz Doppelreiter, dem Direktor der Schule, war das gesamte Ensemble schon ziemlich desolat: "Es gab keine Wärmedämmung, die Fenster waren kaputt, die Elektroinstallation gefährlich und wir hatten viele Rohrbrüche, weil die Wasserleitungen sehr veraltet waren."
Bei der Landesimmobiliengesellschaft, seit 2004 Eigentümerin der Liegenschaft, fand man Gehör, und im Sommer 2010 begann die Planung. Der Grazer Architekt Günter Ratswohl brachte die Zielrichtung der Schule - Landwirtschaft und Maschinenbautechnik - auch in die äußere Gestaltung ein, etwa durch die Verkleidung der Baukörper mit Rheinzink und Holz.
Die schnörkellose, klar gegliederte Fassade bildet einen deutlichen Kontrast zur alten Villa, die unter Denkmalschutz steht und deshalb nur behutsam umgestaltet werden durfte. Die Einrichtung ist dort aber ebenso erneuert worden wir im Internat. Die Schüler, die inzwischen im Jugendgästehaus Weitental in Bruck untergebracht waren, wohnen in Vierbettzimmern, an ihrem dreistöckigen Wohnblock sind beidseitig "Sanitärtürme" angebracht. Der Speisesaal wurde ebenso erneuert und vergrößert wie die Küche, Installationen und Wärmedämmung wurden auf den heutigen Stand gebracht. Insgesamt wurden 7,04 Millionen Euro in diese Generalsanierung investiert.
Wichtiger Standort
Bei der feierlichen Eröffnung betonten sowohl Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann als auch Agrarlandesrat Hans Seitinger, welch hohen Stellenwert Hafendorf im landwirtschaftlichen Schulwesen einnimmt. Dies freute die Vertreter der Schule umso mehr, als bei einer Reform des landwirtschaftlichen Schulwesens eine ganze Reihe von Schulstandorten aufgelassen wird.
Für die Landesimmobiliengesellschaft waren die beiden Geschäftsführer Albrecht Erlacher und Erhardt Schippek nach Kapfenberg gekommen, die Stadt Kapfenberg war vertreten durch den neuen Vizebürgermeister Hannes Weissenbacher.
Allseits wurde betont, dass diese Schule aus dem umfassenden Bildungsangebot der Region nicht wegzudenken ist. Und wenn in eine Schule schon einmal sieben Millionen Euro investiert werden, dürfte der Standort für absehbare Zeit auch nachhaltig gesichert sein.













