Brav sein bringt nichts
Schönheitspreis ade. KSV Amateure müssen endlich punkten.
FUSSBALL. Es ist die alte Leier. Mitgehalten, Chancen gehabt, brav gespielt - aber am Ende wieder keine Punkte. Das zieht sich durch die Saison der KSV Amateure wie ein roter Faden. "Aber brav sein bringt nichts", sagt Trainer Kurt Russ. "Wir müssen endlich punkten und nicht nur schön spielen."
Nächste Gelegenheit dazu: am Samstag zu Hause gegen Kalsdorf. Der Gegner ist auf Platz drei beste steirische Mannschaft in der Regionalliga, hat einen starken Kader und mit Tadej Trdina einen Torjäger, der immer trifft. Zwölf Treffer hat er schon erzielt. Die Kapfenberger zusammen erst sechs. Da half bislang kein Abschluss-Training und wie in Kärnten zuletzt auch kein nummerisch unterlegener Gegner. "Das hat uns sogar geschadet, weil wir dadurch aufmachen mussten und nicht auf Konter spielen konnten", sagt Russ.
Irgendwann müsse aber alles zurückkommen. "Manchmal frage ich mich, ob ich was angestellt habe, weil der Herrgott nicht auf mich herabschaut." Zu den Langzeitverletzten sind auch noch Florian Stadler (Zerrung) und Robert Kurzmann (Muskelverhärtung) angeschlagen. Immerhin spielen die Profis schon am Freitag. "Da fällt für uns vielleicht auch der Eine oder Andere ab", hofft Russ.
In der Landesliga scheint Kindberg sein Tief überwunden zu haben. Nach dem 4:2-Sieg gegen Fürstenfeld soll es auch in Lafnitz Punkte geben. "Wir werden uns taktisch gleich verhalten wie gegen Fürstenfeld", sagt Trainer Herwig Neukamp. "Nur müssen wir konzentrierter sein. In der Offensive sind sie eine Wucht." KLAUS MOLIDOR, MARTIN MANDL
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