Kein Schutz für Fußgeher
Zwischen Mürzzuschlag und Hönigsberg entstehen immer mehr Geschäfte. Die ÖVP Mürzzuschlag will dort mehr Sicherheit für Fußgänger.

Foto © Michaela Auer
Zwei Lebensmitteldiskonter gibt es in dem Bereich schon, und es baut bereits die nächste Lebensmittelkette. Auch die Baubewilligungsverfahren für ein Einkaufszentrum sind im Laufen. Alles dort ist ausgerichtet auf Kunden, die mit dem Auto kommen.
Thomas Gstättner, ÖVP-Gemeinderat in Mürzzuschlag, vermisst bauliche Maßnahmen, damit auch Fußgänger oder Radfahrer die Geschäfte sicher erreichen können. So gibt es entlang der Straße nur auf einer Seite einen Gehweg, aber beidseitig Bushaltestellen. Gstättner möchte dort die Möglichkeit eines Schutzweges geprüft haben. Außerdem gehöre die Gesamtsituation angeschaut, sagt er. "Denn die Verkehrssituation und die Frequenzen werden sich ändern, wenn der neue Supermarkt fertig ist und jetzt auch noch das Fachmarktzentrum gebaut wird."
Zu gefährlich
Die Gemeinde Mürzzuschlag hat in dieser Sache vor etwa einem Jahr eine Anfrage gestellt, berichtet Sascha Schwarz von der Baubezirksleitung Bruck. Aber: "Der Schutzweg würde im Freiland liegen, dort gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern." Die Geschwindigkeitsobergrenze für die Errichtung eines Schutzweges liegt aber bei 60 Kilometern pro Stunde. Bei höheren Geschwindigkeiten ist ein Zebrastreifen zu gefährlich. Die Fußgänger fühlen sich auf dem Schutzweg zu sicher, die Autofahrer rechnen vor allem im Freiland nicht mit einem Zebrastreifen.
Deshalb, so Bürgermeister Karl Rudischer (SPÖ), reiche die einfache Installation eines Schutzweges nicht ohne zusätzliche bauliche Veränderungen, wie Beleuchtung oder Maßnahmen, die verkehrsberuhigend wirken, und die Fußgänger sicherer über die Straße bringen.












