Eichen müssen weichen
Für die neue Wohnsiedlung "Am Pichl" in Kapfenberg-Hafendorf wird eine breitere Zufahrtsstraße gebaut und eine große Gruppe von Eichen gefällt. Das bringt die benachbarten Anrainer auf die Barrikaden.

Foto © AuerDie Fällungsarbeiten sind im Gange. Genau dort, wo die Eiche stehen, kommt die neue Straße
Mit der Siedlung haben wir uns schon abgefunden", sagt eine Anrainerin. "Aber warum die Bäume jetzt wegmüssen, das verstehen wir nicht." "Am Pichl" in Hafendorf entsteht eine neue Wohnsiedlung, die in vier Bauabschnitten errichtet wird. Nun wurde mit den Arbeiten an der Zufahrtsstraße begonnen, dafür werden zahlreiche Eichen gefällt.
Sieben benachbarte Anrainer gibt es, bis jetzt fuhr man über eine Schotterstraße zu, die wird durch die neue Zufahrt ersetzt. Die Anrainerin: "Ich verstehe nicht, wieso man die neue Straße nicht einfach anders führt."
Natürlicher Schutz weg
Die Anrainerin kritisiert, dass jetzt die Eichen gefällt werden, die den Lärm von der Straße unterhalb der Siedlung abhalten und den Hang stützen - und dass danach eine Lärmschutzwand errichtet wird und weitere bauliche Maßnahmen getroffen werden, die dieselbe Funktion haben wie der natürliche Baumbestand. Die neue Zufahrt wird genau über den Hang geführt, auf dem die Eichen stehen.
"Die Straße schneidet sich durch den Hang und ist dort flacher", erklärt Bernard Gradisar, Bauleiter bei der Gemysag, die die Wohnungen errichtet. Dieser Straßenverlauf, so Gradisar, wird benötigt, um mit einer flacheren Zufahrt als bisher auf das Hochplateau zu kommen. Gradisar: "Die alte Straße ist steil, zu schmal und kann so nicht projektiert werden."
Außerdem will man mit der Straße weiträumiger die Siedlung umfahren als das mit der alten möglich ist. Die würde, nach Abschluss der Bauarbeiten, durch die Siedlung führen, knapp an den Wohnungen vorbei. Kapfenberg hat eine Baumschutzverordnung, Bäume ab einer gewissen Größe müssen quasi zur Fällung angemeldet werden, und es wird geschaut, ob sie gefällt werden dürfen. Bei der Fällung der Eichen wurde dieser Behördenweg beschritten.
















