Mäher kippte um, Bub geriet in die Messer
Opa ließ Enkel (8) auf Traktormäher mitfahren. Gerät stürzte über eine Böschung, der Bub kam in das rotierende Schnittmesser. Er wurde schwer verletzt in die Kinderchirurgie geflogen.

Foto © KLZ | Fuchs
"Die beiden haben das schon öfter gemacht", betont ein Beamter der Polizei Kindberg, die den folgenschweren Unfall am Sonntag erhob. Der Großvater fuhr mit dem Rasenmähertraktor auf seinem Grundstück, Enkel Stefan saß auf seinem Schoß - und bediente mit seinen Füßen die beiden Pedale.
"Schon hundert Mal haben wir das gemacht", ist Großvater Hubert W. aus Allerheiligen im Mürztal noch immer geschockt. "Doch diesmal haben wir zurückgeschoben und der Traktor ist auf einmal unten gelegen."
Eineinhalb Meter tief stürzte der Rasenmähertraktor die Böschung hinunter, wobei Stefan runterfiel und in das noch immer rotierende Schnittmesser geriet. "Normalerweise schaltet sich die Maschine automatisch ab. Doch weil der Großvater noch drauf gesessen ist, ist der Traktor weitergelaufen", so der ermittelnde Polizeibeamte. Der Achtjährige erlitt schwere Schnittverletzungen an Armen und Oberkörper, nach seiner Einlieferung durch ein Notarztteam ins LKH Bruck wurden bei dem Kind auch noch mehrere Brüche festgestellt. Er wurde deshalb mit dem Rettungshubschrauber in die Kinderchirurgie nach Graz gebracht.
Für den 61-jährigen Hubert W., bei dem der Enkel zu Besuch gewesen war, hat der tragische Unfall auch noch strafrechtliche Folgen. Er wird wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung zur Anzeige gebracht. Stefan hatte den Unfall übrigens selbst ausgelöst - der Bub hatte die Pedale für das Vorwärts- und Rückwärtsfahren verwechselt.












