Sorgenfalten bei den Neuberg Highlanders
"Neue" Regel ärgert Margret Kraischek, Obfrau des obersteirischen Eishockeyaushängeschildes.
EISHOCKEY. Eines vorweg: Die Neuberg Highlanders steigen nicht wie vielleicht erwartet in die EWHL, die höchste europäische Spielklasse im Damen-Eishockey, ein. Trotz der Titelverteidigung in der DEBL - dieses Kunststück ist vorher noch keinem Verein gelungen - will man nichts überstürzen. "Der richtige Zeitpunkt muss erst kommen", sagt Obfrau Margret Kraischek. "Wir hatten in den vergangenen vier Jahren eine so tolle Entwicklung, die darf man nicht mit Kurzschlussaktionen gefährden."
Kraischek hat zurzeit aber ohnehin andere Probleme. Ein Beschluss der Liga bereitet ihr Sorgenfalten. Künftig dürfen Spielerinnen und Kooperationsspielerinnen, die eine gewisse Punkteanzahl erreicht haben, bei ihrem Stammverein bzw. im Zweierteam nicht mehr zum Einsatz kommen. "Das hält die ganze Entwicklung auf", poltert die Neuberg-Chefin.
Im Falle der Highlanders würden Cracks, die eigentlich zum Kader des Zweierteams gehören und in der Ersten teilweise Chancen bekommen und im Laufe der Saison auch Punkte in der DEBL (Bundesliga) verbuchen, für die Zweier gesperrt werden. Da bei Neuberg auch eine Kooperation mit Wien besteht, blüht dasselbe in punkto EWHL und DEBL. "Ich frage mich, wie man solche Beschlüsse als Referent durchgehen lassen kann. Was können die ganz Jungen dafür, dass sie gut spielen. Wir wollen die Mädchen ja nicht verheizen. Deswegen spielen sie wieder in der DEBL II."
Dameneishockey-Referent Martin Kogler beschwichtigt. "Die Regelung hat es immer schon gegeben. Wir haben sie jetzt nur auf Anliegen der anderen Vereine verschärft." In Ernstfällen verspricht Kogler aber ohnehin "Amnestie".
Aus Neuberg gibt es auch Positives zu vermelden. Zwei Kanadierinnen wurden geholt. Angreiferin Chelsea Illchuk (22) und Verteidigerin Dayna Janzen (23) sollen der Konkurrenz um die Ohren fahren. MARTIN MANDL
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