Bevölkerung konzentriert sich immer stärker auf Graz
Die steirische Landesstatistik für 2011 bestätigt ein weiteres Minus für die Obersteiermark und Zuwächse in und um die Landeshauptstadt Graz. Nur fünf Städte haben über 10.000 Einwohner.

Foto © Jürgen FuchsZuwächse konzentrieren sich in erster Linie auf den Grazer Raum
Während sich große Teile der Ober- und auch der Weststeiermark zunehmend entleeren, wächst der Ballungsraum Graz - diese seit Jahren beobachtete Binnenmigration bestätigt auch der am Donnerstag präsentierte jüngste Detailbericht der Landesstatistik Steiermark. Im vergangenen Jahr ist die Bevölkerung der "Grünen Mark" um 0,2 Prozent auf 1.213.255 Personen gewachsen, wobei sich die Zuwächse in erster Linie auf den Grazer Raum - Graz-Stadt erzielte mit 1,4 Prozent bundesweit das größte Plus - konzentrieren.
In absoluten Zahlen verlor die Obersteiermark 1.800 Bürger, wohingegen es in Graz und Umgebung um 4.700 mehr wurden, wie Landesstatistiker Martin Mayer berechnete. So hat etwa die Bergstadt Eisenerz zwischen 2001 und 2012 (4.800) ein Viertel seiner Bevölkerung verloren, seit dem Höchststand 1944 (18.500) gar drei Viertel. Nicht viel geringer fielen im vergangenen Dezennium in Vordernberg und Hieflau, wie Eisenerz im Bezirk Leoben gelegen, aus. Weitere starke Abwanderungsgemeinden sind Stolzalpe und Dürnstein (Bez. Murau), Soboth, Wielfresen und Kloster (Bez. Deutschlandsberg) sowie Salla (Bez. Voitsberg) und Johnsbach (Bez. Liezen). Auf der anderen Ende der Skala sind vorwiegend Grazer Umgebungsgemeinden - Graz Stadt hielt per 1. Jänner 2012 bei einer Wohnbevölkerung von 265.318 - sowie an der Spitze Ungerdorf bei Gleisdorf (Bez. Weiz), wo gegenüber von vor zehn Jahren ein Drittel mehr Menschen leben.
Die Zahl der Städte über 10.000 Einwohner - ein für den Finanzausgleich relevantes Datum - ging von acht auf fünf zurück und umfasst heute neben Graz Leoben (rd. 25.000 Einwohner), Kapfenberg (22.000), Bruck/Mur (12.500) und Knittelfeld (11.500).












