Meister siegte und baut eigenen Reitbetrieb auf
Walter Meisters feierte in Ungarn den ersten Saisonsieg, obwohl er fast keine Zeit zum Trainieren fand.
REITSPORT. Die Premiere ist geglückt. Walter Meister holte sich bei seinem ersten Vielseitigkeitsturnier der laufenden Saison auf seinem Wallach "Arcor M" in Nagykanizsa (Ungarn) den ersten Sieg. "Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden", sagt der 25-jährige Reiter vom RFV Sommerau, der sich mit dem Sieg im Einsternbewerb das Ticket für die Zweisternprüfungen holte. "Man muss eine gewisse Anzahl an Einsternprüfungen mit bestimmten Ergebnissen reiten, um dann auf Zweisternniveau reiten zu dürfen", erklärt er.
Dabei ist Meister heuer sehr spät dran. So spät startete er überhaupt noch nie in die Saison "Die Zeit war einfach nicht da", sagt er. Neben seinem Beruf als Reitlehrer in allen drei Disziplinen (Dressur, Gelände und Springen), baut er in Thörl seit Jänner seinen eigenen Reitbetrieb auf.
Nur noch bis Anfang 2013 reitet er für den RFV Sommerau. Mit seinem Reitbetrieb erfüllt sich Meister einen lang gehegten Traum. "Ich wollte schon immer mein eigenes Ding machen. Das war natürlich aber auch eine finanzielle Herausforderung."
Apropos 2013: Die Europameisterschaft der ländlichen Reiter im Laintal steht auch auf Meisters Wunschliste. Ob sich das Großereignis ausgeht, ist aber nicht sicher.
Es sei das Ziel schlechthin - laut Meister schon allein deswegen, weil die EM im eigenen Land ist. "Es hängt aber alles davon ab, wie ich heuer die letzten Turniere hinter mich bringe", sagt das Reitass.
Im August steht ein Bewerb in Pardubice (Tschechien) an. Den Abschluss bildet ein internationales Zweisternturnier in Turin. Bis dahin bestreitet Meister als Formtests Spezialspringen im Inland. MARTIN MANDL
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