Kühe ruinierten neuen Fußballplatz
Dass auch Kühe Fußball spielen, weiß man seit Mittwoch in Turnau. Dort haben entlaufene Rinder den sanierten Fußballplatz umgeackert.

Foto © EPA/Niedringhausein vielsagendes Symbolbild: So oder ähnlich darf man sich das nächtliche Turnier der Rinder auf dem Turnauer Fußballplatz vorstellen
Dass Helmut Eder, seines Zeichens Obmann des Turnauer Fußballklubs, gestern schon wieder lachen konnte, fällt wohl unter die Kategorie Galgenhumor. Am Wochenende hätte der frisch sanierte Fußballplatz mit dem Sommerfest samt Kleinfeldturnier, Musik, Festgottesdienst und einer Rasenparade des Turnauer Musikvereins eröffnet werden sollen.
Doch es kam anders: In der Nacht auf gestern haben etliche Rindviecher (waren es gar 22?) die Initiative ergriffen. Angesichts der Tatsache, dass Montagabend kein Spiel bei der laufenden Fußball-Europameisterschaft stattgefunden hat, haben die Rinder ein Gegenturnier veranstaltet. Sie sind einem Bauern trotz Elektrozauns ausgekommen und haben sich durch ein kleines Waldstück bis zum Fußballplatz durchgeschlagen.
Riechbarer Schaden
Die Folgen waren zu sehen und zu riechen. Nicht nur, dass der Rasen jetzt einem Krautacker ähnlicher sieht als einem Fußballplatz, haben die Rinder auch mit dem Endprodukt ihres Verdauungsprozesses den Platz verziert - was gestern ein Fall für die örtliche Feuerwehr war, wie Eder dankbar vermerkt. Auch das Zelt für die Festveranstaltung am Wochenende wurde von den ungebetenen Gästen arg in Mitleidenschaft gezogen. "Vielleicht wollten die Kühe tanzen?", mutmaßt Eder.
Der Obmann will das Fest aber auf alle Fälle durchziehen, auch wenn es bis dahin noch ein schönes Stück Arbeit zu bewältigen gibt. Dann aber soll am Samstag pünktlich um 10 Uhr das Kleinfeldturnier angepfiffen werden, und um 20.30 Uhr werden die "Spatzen 2000" aufspielen. Am Sonntag folgt dann um 8.45 Uhr der Festgottesdienst, ab 10.30 Uhr gibt es ein Konzert, ehe der Musikverein seine Rasenshow darbietet. Bleibt nur zu hoffen, dass die Musiker nach dem ungeplanten Umpflügen des Platzes nicht ins Stolpern kommen.












