Das Zittern vor dem neuen Regen
Im Katastrophengebiet rund um Treglwang ist für heute wieder Regen angesagt. Die Lage droht sich zu verschärfen. Indes räumen zahlreiche Helfer auf und suchen einen Vermissten.

Foto © BMLVS/GREBIEN
Unermüdlich standen gestern wieder unzählige Helfer von Feuerwehren, Polizei und Bundesheer den zahlreichen Betroffenen bei den Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet zur Seite. Hauptsächlich galt es, Geröll und Schlammmassen von den Straßen und rund um Wohnobjekte zu beseitigen.
Aufgenommen wurde gestern wieder die Suche nach dem Vermissten Wolfgang Sch. aus Kalwang, der in der Nacht auf Samstag in Aigen im Ennstal in den Gullingbach gestürzt und sofort abgetrieben worden war. Gemeinsam mit Freunden hatte er versucht, einen Felsbrocken von der Straße zu beseitigen. Samstagvormittag hatte die erste Suchaktion ergebnislos abgebrochen werden müssen. Der 48-Jährige dürfte den tragischen Unfall nicht überlebt haben.
Bei Sonnenschein standen gestern rund 40 Pioniere des Bundesheers aus Graz im Einsatz. Sie waren vor allem damit beschäftigt, in Treglwang und Gaishorn Verklausungen in Bächen zu lösen. Das sei notwendig, "weil sich in diesen verstopften Bachläufen bei weiteren Niederschlägen Wasser stauen könnte, das zu weiteren Überflutungen und Vermurungen führen kann", betont ein Sprecher des Bundesheers.
Und dass es weitere Niederschläge geben wird, da sind sich die Experten bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) sicher. Spätestens in den frühen Morgenstunden erfasst heute eine Kaltfront die Obersteiermark. Und die bringt neben dicken Wolken auch Regen mit. Im Katastrophengebiet hofft man allerdings, dass diese so gering wie möglich ausfallen. Zumal starke Schauer und Gewitter heute hauptsächlich für die südliche Steiermark vorausgesagt werden.
Die Schoberpass-Straße (B 113) im Ortsgebiet von Kalwang, die aufgrund von Aufräumarbeiten zeitweise komplett für den Verkehr gesperrt werden musste, konnte gestern Abend wieder freigegeben werden. Auf einigen anderen Teilstücken der B 113 gibt es aber weiterhin Behinderungen. Auf unbestimmte Zeit aufrecht bleibt die Sperre der Triebener Straße (B 114) zwischen Hohentauern und Trieben.

















