Feuer und Flamme für den Sieg
Wie bei echten Brandeinsätzen kam es gestern in Altaussee auf jede Sekunde an. Rund 480 Bewerbsgruppen mit 3000 Feuerwehrleuten kämpften beim 128. Landesfeuerwehrtag um Ehre und Sieg.

Foto © LFV/Fink
Über den Platzlautsprecher ertönt der sogenannte Angriffsbefehl: "Brandobjekt geradeaus, Wasserentnahmestelle: der Bach!" Noch einige kurze Hinweise erfolgen, dann explodiert die Wettkampfgruppe förmlich, um den Löschangriff vorzunehmen. Neun Personen schaffen es in 30 Sekunden, Wasser aus einem imaginären Bach zu saugen und knappe 100 Meter weiter mit zwei Strahlrohren ein Feuer zu bekämpfen. "Es zählt natürlich jede Sekunde und für jeden Fehler gibt es Punkteabzüge", erklärt Hauptbewerter Franz Kügerl. Seit 15 Jahren ist er schon bei den Bewerben dabei. "Sie sind alle aus der Praxis übernommen. Es muss auch im Ernstfall jeder Handgriff sitzen." Egal ob bei Dunkelheit oder unter widrigen Umständen. "So ein Löschangriff gehört zur Grundausbildung und muss aus dem Effeff beherrscht werden", formuliert Thomas Meier, Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes.
Feuerwehr-Frauen
Die Feuerwehr ist übrigens keine reine Männerdomäne mehr. "Wir hatten gestern eine Damenmannschaft und Dutzende Frauen dabei", so die Organisatoren. Das sei noch immer wenig. "Aber viel gegenüber früher." Eine von ihnen ist Nicole Gschanes aus Rohrbach am Kulm. "Am Anfang war es schon ein wenig schwierig, mich unter Männern zu behaupten", sagt sie. Das dauerte aber offenbar nicht lange. "Beim Bewerb war ich bereits Gruppenkommandantin, da geht es dann schon leichter", schmunzelt sie.
"Funktionär aus Leidenschaft"
Seit fast 50 Jahren engagiert sich der Köflacher Gustav Scherz für das steirische Feuerwehrwesen. Kurz vor seinem 65. Geburtstag wurde der Stellvertreter von Landesbranddirektor Albert Kern offiziell aus dem aktiven Dienst verabschiedet. "Gustl war und ist ein Funktionär aus Leidenschaft, dem stets anzumerken ist, dass er seinen überaus wichtigen Aufgaben und Verpflichtungen aus Überzeugung nachgeht", betonte Kern in seiner Laudatio.
Für die Verdienste um das steirische Feuerwehrwesen verliehen Kern und Landeshauptmann Franz Voves dem Jubilar das Goldene Ehrenzeichen am Bande, das ist die höchste Auszeichnung des Landesfeuerwehrverbandes. Scherz, der mit einem Film über sein Wirken überrascht wurde, zeigte sich sichtlich gerührt.
Viel Lob gab es von allen Seiten auch für die Freiwillige Feuerwehr Altaussee mit ihrem Kommandant Werner Fischer, die als Gastgeber fungierte. "Die Veranstaltung war wirklich bestens organisiert", lobte Landesbranddirektor Albert Kern. Wohl nicht zuletzt, weil auch die vielen Zuseher auf ihre Kosten kamen. So wurde etwa eine Schauübung mit Österreichs größtem Löschbehälter und einem speziellen Lasten-Hubschrauber vorgeführt.
Gestern tagte auch das höchste Feuerwehrorgan, der Landesfeuerwehrtag. Landeshauptmann Franz Voves und Vize Hermann Schützenhöfer waren bis zur Abschlusskundgebung mit 5200 Teilnehmern im Ausseerland.
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Die Sieger
Bronze A: 1. Platz: FF Baumgarten, 2. Platz: FF Falkenstein, 3. Platz: FF St. Nikolai/Sausal
Bronze B: 1. Pl.: FF Hirzenriegl, 2. Platz: FF St. Ilgen, 3. Platz: FF Oberaich
Silber A: 1. Platz: FF Hirzenriegl, 2. Platz: FF Falkenstein, 3. Platz: FF Schäffern
Silber B: 1. Pl.: FF Pusterwald, 2. Pl.: FF Hirzenriegl, 3. Pl.: Kobenz













