Endlich neuer Lärmschutz in Leopersdorf
Ab Kindbergdörfl errichten Asfinag und ÖBB neue Lärmschutzwände. Sehr zur Freude der Bewohner der Ausiedlung in Leopersdorf.

Foto © AuerZelisko (rechts) und Hirschegger sind froh über den Erfolg der Gespräche mit der Asfinag
Hannes Hirschegger hat sein Haus mit der Adresse Leopersdorf 59 neben dem seiner Eltern errichtet, beide Häuser stehen in unmittelbarer Nähe der S 6. In der Siedlung arbeitet ein Mann in seinem Schrebergarten. Hintergrundgeräusch: ein beständiges Rauschen durch die oberhalb auf der Autobahn vorbeizischenden Fahrzeuge. Die Lkw kann man auch noch gut sehen, es gibt zwar Lärmschutzwände in diesem Bereich, doch die sind alt und nur zwei Meter hoch. "Aber der Lärm nimmt zu", sagt Hirschegger.
Seit Jahren existiert schon ein Projekt, das neue Wände vorsieht, erklärt Hirschegger bei einem Fototermin in der Siedlung. Es wurde aber immer wieder verschoben. Die Umsetzung dieses Projektes haben Hirschegger und andere Anrainer der Siedlung schon lange eingefordert. Nun gibt es die gute Nachricht, dass endlich gebaut wird. Ab der Anschlussstelle Kindbergdörfl kommen durchgehend 1,7 Kilometer Lärmschutz.
"Dieses Jahr wird noch begonnen, bin ich froh, dieses Problem ist nun gelöst", sagt SP-Landtagsabgeordneter Markus Zelisko. Er hat sich mit den Anrainern und der Asfinag zu Gesprächen zusammengesetzt, die Asfinag hat dann die Entscheidung gefällt, dass gebaut wird. "Es war ein sehr gutes Gesprächsklima", zollt Zelisko dem Verhandlungspartner Lob. Auch Hirschegger ist erleichtert, bleibt aber abwartend. "Wirklich positiv sehe ich das, wenn da oben was hingestellt wird."
"Wir bauen gemeinsam mit den ÖBB", bestätigt ein Asfinag-Sprecher, "die hängen sich an uns an." Das passiert deshalb, weil neben der S 6 auch noch die Bahnstrecke verläuft. Das hat einen Vorteil für die Bewohner: "Die Wände werden höher, damit die ÖBB ihre Lärmschutzvorgaben erfüllen kann." Für die Bewohner sicher eine Erleichterung. "Der Zuglärm ist für mich schlimmer als der Autolärm", sagt Hirschegger. Auch die Finanzierung des Lärmschutzes erfolgt durch Asfinag und ÖBB.
Zünglein an der Waage bei der Umsetzung des Lärmschutzes war auch eine Sanierung der Brücken, ohne die, so hieß es, sei die Errichtung der Schutzwände nicht möglich. Deswegen wurde der Bau der Wände immer wieder verschoben. Das ist laut Asfinag nun vom Tisch. "Wir machen es jetzt ohne Brückensanierung, das geht auch", erklärt der Sprecher der Asfinag.














