Die Veitscher schwören auf den "Bauern-Computer"
Warum in der Veitsch auch beim 26. Grenzstaffellauf keine Chips funken, sondern Papier-Streifen geschnitten werden.
LAUFSPORT. Die Veitscher sind stolz auf "ihren" Grenzstaffellauf. Nicht nur die 65 Kuchenbäckerinnen, die die Leckereien für die Labestationen machen. Auch die Organisatoren sind stolz auf die eingespielten Abläufe.
Als Besonderheit gilt, dass man beim hochalpinen Extremlauf über 54 Kilometer weitgehend auf moderne Zeitnehmung verzichtet. "Mit elektronischen Chips hätten wir Probleme, weil es am Berg so viele Funklöcher gibt", erklärt Organisator Werner Pointner. "Außerdem wäre es viel zu teuer." Wie die Veitscher die Zeiten stoppen? Mit einer normalen Excel-Liste am PC, wo alle Durchgangszeiten (per Handy durchgegeben) händisch eingetragen werden. Daraus werden kleine Papierstreifchen für den perfekten Überblick gebastelt. "Das ist unser Bauern-Computer", lacht Pointner, "auf den ist Verlass." Außerdem kann man so Nachnennungen sehr spät akzeptieren und beim Rennen flexibel reagieren, wenn Startnummern getauscht werden oder ein Staffelläufer spontan doch die ganze Strecke laufen will. "Bis 350 Teilnehmer schaffen wir das. Ab 400, 500 müssten wir uns etwas überlegen."
Ein Novum heuer: ein zwei Meter hoher und zehn Meter breiter Schneehaufen, der mitten auf der Strecke liegt. "Das hatten wir im Juni noch nie."
Wie gehabt kommen rund 40 Läufer aus Ungarn, die Mürztalerin Ingrid Loregger wird am 30. Juni wieder mit zwei Kenianern (Topläufer Issak Kosgei und Nahashon Karuri von "run2gether) an den Start gehen. Auch die Lokalmatadore Jürgen Plechinger, Franz Preihs und Andreas "Rambo" Ropin sind dabei. Sie kommen alle in den "Bauern-Computer". CHRISTOPH HEIGL
Features
FAKTEN
26. Grenzstaffellauf in Veitsch am 30. Juni 2012
Strecke: 54 Kilometer mit 2200 Höhenmetern rund um die Veitsch, höchster Punkt: Graf-Meran- Haus (1860 Meter), Start: 9 Uhr
www.grenzstaffellauf.com
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