Raupen fressen Buchsbäume kahl
Kahle, braune Buchsbäume im Garten? Da kann der Buchsbaumzünsler schuld daran sein.
Wer etwas auf seinen Garten hält, pflanzt einen Buchsbaum. Das war schon vor Hunderten Jahren so, und nun feiert der Buchsbaum wieder Renaissance in sehr vielen Anlagen. Damit könnte es aber bald wieder vorbei sein, wenn dem Buchsbaumzünsler, einem aus Ostasien eingeschleppten Schädling, nicht das "Handwerk" gelegt werden kann.
In Graz und in der Oststeiermark hat dieser Schädling schon ausgiebig gewütet und fast alle Buchsbäume ausgerottet. Langsam stellt sich der "Diaphania persectalis", wie er lateinisch heißt, auch bei uns ein. "Bisher gibt es zwar nur kleinere Schadensmeldungen, weil es im Moment dem Zünsler in unserer Region noch zu kalt sein dürfte", weiß der Obmann des Brucker Gartenbauvereins, Stephan Waska. "Aber er wird auch hier sein Unwesen treiben".
Die etwa fünf Zentimeter langen, hellgrünen, schwarz-weiß gestreiften Raupen des Kleinschmetterlings spinnen die Pflanzen ein und sind auch im Gespinst zu finden.
"Das Wichtigste ist die ständige Kontrolle - und man soll den Buchs mit Hochdruckreiniger waschen", empfiehlt Waska. Ansonsten, wenn ein Befall zu erkennen ist, rät Waska, Chemie zu verwenden, die gibt es im Fachhandel. Die Mittel sollen mit hohem Druck gespritzt und der Buchs gut benetzt werden. Alle 14 Tage werden die Spritzmaßnahmen empfohlen - von Juni bis August. Die Falter fliegen ab Juni und legen die gelblichen Eier an Buchsbaumblättern ab. Spätestens da muss man handeln, sonst frisst der Buchsbaumzünsler alles kahl. DORIS GRASSBERGER















