Jury streute Blumen für die Rosen
Ein Jahr lang haben die Schüler der 3. Klasse der Fachschule der HTL Kapfenberg im Unterrichtsgegenstand Wirtschaft graue Theorie gegen beinharte Praxis eingetauscht. Der Lohn der Mühen war ein dritter Platz beim steirischen Wettbewerb "beste Juniorfirma", der kürzlich über die Bühne ging.
Es war kein Trockentraining, sondern beinharte Arbeit. Das ganze Schuljahr hat die 3. Klasse Fachschule der HTL Kapfenberg an der Verwirklichung ihrer Firma für den Wettbewerb "Junior - Schüler/innen gründen Unternehmen" getüftelt. Unter der Führung ihrer Wirtschaftslehrerin Barbara Krenn haben die 15 jungen Leute eine Firma gegründet, ein marktfähiges Produkt gesucht, die Preise für dieses Produkt ausgelotet, einen Folder sowie eine Homepage gestaltet und sich schließlich der Konkurrenz mit 14 anderen steirischen Schulen gestellt. Den Lohn dafür heimsten die Schüler kürzlich ein: Sie errangen den dritten Platz beim Landesbewerb der Juniorfirmen.
"Kupferrose: Kunsthandwerk aus Österreich" heißt das Produkt, mit dem die Schüler die Fachjury überzeugen konnten. Dabei war aller Anfang sprichwörtlich schwer. Denn der ursprünglich vorgesehene Spritzguss hatte seine Tücken, nicht zuletzt wäre der Preis für die Produkte zu groß gewesen. So haben sich die Schüler schließlich unter Anleitung von Produktionsbetreuer Herbert Grünbichler für die Verwertung eines Abfallprodukts entschieden: Für Kupferblech, das im wahrsten Sinne des Wortes "herumgelegen" ist.
Entstanden sind daraus Blumenstecker, Kettenanhänger und Kupferherzen. Und dass ihr Produkt tatsächlich marktfähig ist, haben Geschäftsführer Philip Eichmon, sein Stellvertreter Patrick Hörtner und Designer Thomas Tuscher - stellvertretend für ihre Klasse - beim Wettbewerb erfahren. Eine Frau, die im August heiratet, hat die Kupferblumen schon für den schönsten Tag in ihrem Leben eingeplant.
Krenn freut sich, dass auch die ganze Schule, von Direktor Ernst Zisser abwärts, hinter der Juniorfirma gestanden ist.














