Bei der Bezirksfusion geht es jetzt an die Detailarbeit
Was kommt wo hin? Ein "Kernteam" aus den Bezirkshauptmannschaften Bruck und Mürzzuschlag arbeitet intensiv an der Zusammenlegung zur "Bezirksverwaltungsbehörde".

Foto © AUER Die Bezirkshauptleute Gabriele Budiman und Bernhard Preiner (li.) stehen dem Kernteam beider Standorte vor
Sind die Bezirke Mürzzuschlag und Bruck im nächsten Jahr zusammengelegt, wird es in Bruck eine Bezirksverwaltungsbehörde geben, in Mürzzuschlag eine Außenstelle, in Mariazell und Kindberg jeweils eine Servicestelle. Bis dahin ist aber noch viel zu tun. Die dicken Ordner am Tisch in der Sitzung des "Kernteams" zeugen davon. Das Grundkonzept ist nun einmal fertig.
Überall soll den Bürgern der gleiche Zugang zu den Stellen ermöglicht werden, durch Spezialisierungen innerhalb der Referate soll es zu Verbesserungen im Kundenservice kommen. "In beiden Häusern bleibt eine Bürgerservicestelle", sagt die künftige Chefin des großen Bezirks, Gabriele Budiman. Das Katastrophenschutzreferat geht nach Bruck, ebenso das Anlagenreferat. Nun geht es mit den Planungen ins Detail.
"Wolfgang Klösch, Dienststellenleiter in Bruck und geprüfter Personalentwickler, wird da intensiv mitarbeiten", sagt Budiman. Es geht darum, wie die Referate dann aufzustellen sind, wie viele Personen in Bruck Dienst tun und wie viele in Mürzzuschlag. Die Vorgabe: "Es soll so wenig Wanderbewegung geben wie möglich."
Aufteilung
Das Sozialreferat wird seinen Schwerpunkt in Bruck haben, bürgerintensive Dinge bleiben aber nach wie vor auch in Mürzzuschlag, Vaterschaftsbelange etwa, Behinderte, Mindestsicherung. Denn gerade im Bereich Soziales sei der direkte Kontakt zu den Kunden enorm wichtig, sagt auch Eva Schmidinger, Dienststellenpersonalobfrau in Bruck. Der Bereich Veterinär wird in Bruck angesiedelt, aber der Amtstierarzt wird so oft wie möglich in Mürzzuschlag sein. Der Forstbereich und die Sicherheit haben ihr Zentrum in Mürzzuschlag. Die Mitarbeiter will Budiman so wenig wie möglich mit "Wanderbewegungen" belasten, "aber die Referatsleiter werden sich schon teilen müssen".
Das Thema Akten ist auch ein gewichtiges. "Im neuen Bezirk Murtal fahren sie immer noch mit den Aktenstapeln hin und her", weiß Budiman. Da wird die Logistik eine große Herausforderung sein. Für die Mitarbeiter soll der Bereich Telearbeit ausgeweitet werden, und auch das Onlineservice für die Kunden. Das sind aber Dinge, die etwas länger brauchen, um umgesetzt zu werden.
Dass jetzt sofort Einsparungen da sind, ist eine falsche Vorstellung, die kommen erst mittel- und längerfristig. Unter anderem auch durch Personalreduktion im Laufe der Zeit, die etwa durch keine Nachbesetzung bei Pensionierungen erreicht werden sollen. Das Projekt BH-Zusammenlegung läuft bis Jahresende 2013. Budiman: "Im ersten Jahr der Zusammenführung muss das dahingehend erledigt sein, dass es keine Kalamitäten mehr gibt."













