Ersehntes Rüsthaus ist fertig
Heute wird das neue Rüsthaus der Feuerwehr Mariazell endlich eröffnet. Damit ist ein 33 Jahre altes Tanklöschfahrzeug ebenso Geschichte wie 50 Jahre alte, viel zu kleine Garagentore.
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Die Mariazeller sind es gewohnt, dass sie es nicht leicht haben und dass sie zusammenhalten müssen. Das neue Feuerwehrrüsthaus ist wieder so ein Symbol dafür. 50 Jahre ist das Haus alt, nun wurde es von Grund auf saniert. "Seit 25 Jahren hoffen wir, dass wir ein neues Rüsthaus kriegen", sagt Bürgermeister Josef Kuss über den langen Weg zum Rüsthaus.
Denn die Situation für die Feuerwehr war schon fast absurd. Die fünf Jahrzehnte alten Garagentore in dem alten Haus waren so klein, dass modernere Autos gar nicht durchpassten. "Wir konnten uns deswegen kein neues Tanklöschfahrzeug kaufen, weil wir es nicht in die Fahrzeughalle kriegten", erzählt Kommandant Bodo Demmerer. Letztendlich hatte das alte Fahrzeug 33 Jahre auf dem Buckel und war "völlig hin", so Demmerer. Und so blieb auch ein Allradfahrzeug ein kühner Traum - "und das in Mariazell", so Demmerer.
Das hieß von Oktober bis April Ketten auflegen, denn Feuerwehreinsätze beschränken sich nun einmal nicht auf gut geräumte Hauptstraßen.
Handlungsbedarf
"Wir mussten etwas machen, sonst hätten wir zusperren können", sagt Demmerer, denn in den Zuständigkeitsbereich der Mariazeller fallen mehr als 70 Kilometer Bundes- und Landesstraßen, auch für Halltal und St. Sebastian ist man zuständig. Gußwerk hat zwar eine eigene Feuerwehr, aber dort helfen die Mariazeller mit technischem Gerät aus. Deshalb standen auch gestandenen Männern vor Freude die Tränen in den Augen, als das neue Fahrzeug angeschafft werden konnte, weil es nun endlich durch die Garagentore passt. "Jetzt haben wir zwei neue Fahrzeuge und einen Lkw", freut sich Demmerer.
Bereits vor 15 Jahren gab es einen Plan für das alte Rüsthaus. Es sollte ein neues Einsatzzentrum für Feuerwehr und Rotes Kreuz errichtet werden. Dieses Vorhaben wurde aber wieder verworfen. Bürgermeister Josef Kuss: "Das war eine gute Idee, aber durch eine schlechte Projektabwicklung wurden Kosten erreicht, die nicht zu finanzieren waren."
Großer Zusammenhalt
Also speckte man das Einsatzzentrum zum Rüsthaus ab, dessen Sanierung schlussendlich mit 1,9 Millionen veranschlagt wurde. "Damit mussten wir etwas auf die Füße stellen, und es ist gelungen", ist Kuss erleichtert.
Gelungen ist es deshalb, weil viele zusammengehalten haben wie Pech und Schwefel. "Allein die Feuerwehr hat 11.400 freiwillige Arbeitsstunden geleistet", sagt Demmerer. 500 Stunden kamen dann noch aus der Bevölkerung. Und auch die am Bau beteiligten Firmen leisteten zahlreiche Stunden unbezahlt.
















