Die Kaufkraft bleibt großteils in der Stadt
Die Kaufkraft und der Handel in der Mürzzuschlager Innenstadt wurden in einer Studie beleuchtet - mit durchaus positiven Ergebnissen, aber doch auch mit Wermutstropfen.

Foto © AuerDer Kunde schätzt die Kleinheit und die Individualität beim Einkauf
Exakt 46,8 Millionen Euro an Kaufkraft stehen in der Stadt Mürzzuschlag durch ihre potenziellen Kunden zur Verfügung. 35,1 Millionen Euro bleiben dort, das ist um drei Prozent mehr als noch im Jahr 2004. Den Rest der Millionen trägt die Bevölkerung nach Bruck (11,7 Millionen Euro), Kapfenberg, dann nach Leoben und ein wenig in den Wiener Neustädter Raum. "Dass trotzdem so viel Kaufkraft da ist, das hat uns doch überrascht", kommentiert Citymanagerin Brigitte Maier diese Zahlen.
Spitzenreiter sind die Lebensmittel, da lassen die Mürzzuschlager 95 Prozent ihres Geldes in der Stadt, bei Uhren und Schmuck sind es 80 Prozent, bei Foto und Optik 85 Prozent. Die Herren kommen dem Handel da ein wenig abhanden, bei Herrenkleidung sind es nur 55 Prozent und bei Spielwaren und Hobby liegt man bei 56 Prozent. Maier: "Da kann man sicher noch was tun." Bei Schuhen und Lederwaren gab es eine Steigerung von 16 Prozent, bei Büchern verzeichnet man aber einen Rückgang um 14 Prozent. "Das dürfte wohl das Internet sein", vermutet Maier.
Stetige Arbeit
"Was uns geholfen hat, war sicher die kontinuierliche Arbeit an der Stärkung der Innenstadt", sagt Maier. "Nicht das tausendste Festl, sondern unsere ständigen Aktionen wie Parkmünzenrückvergütungen, die Messe, Vorteilstage und das alles."
Das Einzugsgebiet Mürzzuschlags erstreckt sich von Reichenau bis in die Breitenau und in den Bezirk Weiz. Das Mariazellerland kam abhanden, Maier vermutet, dass die Kunden in den Brucker Raum abgewandert sind.
Abgefragt wurde auch die Zufriedenheit der Kunden mit der Qualität des Einkaufens. Die Freundlichkeit wurde mit 1,7 bewertet, die Beratung erhielt 1,8 bei den Auswärtigen und 2 bei den Mürzzuschlagern. bei Atmosphäre, Flair und Preis-Leistungsverhältnis wurde 2,3 und 2,5 gegeben. Von Fremden wird die Stadt besser bewertet als von den Mürzzuschlagern selbst.
Sorgenkind Gastronomie
Die Gastronomie bekam nur die Note 3 von den Mürzern, 2,7 von den Auswärtigen. "Das ist ein schlechtes Ergebnis", sagt Maier. Seit 2004 sind sieben Geschäfte weniger (Minus zehn Prozent), dafür wurden die Flächen um drei Prozent vergrößert. Da, so sagt Maier, stünde man besser da, als andere Städte. In der Peripherie aber gibt es um ein Drittel mehr Verkaufsfläche. Der Kunde, das zeigt die Studie auch, schätzt die Kleinheit, die Beratung. In diese Richtung wird man in Mürzzuschlag weiterarbeiten.















