Gasflaschenbrand: Cobra-Einsatz in Bruck an der Mur
Akute Explosionsgefahr herrschte Donnerstagabend auf dem Betriebsgelände der Asfinag in Bruck. Eine Flasche mit Acetylengas brannte.

Foto © Filmteam Austria / Roland Theny
Am Donnerstag, knapp vor 18.30 Uhr, war in einer Werkstätte auf dem Betriebsgelände der Asfinag in Bruck eine Flasche, gefüllt mit hochentzündlichem Acetylengas, in Brand geraten. Die Arbeiter flüchteten umgehend ins Freie und verständigten die Feuerwehr. Die Brucker Stadtfeuerwehr sowie die Betriebsfeuerwehren Austria Draht und Norske Skog rückten mit 38 Mann aus, das Rote Kreuz und die Polizei kamen mit 15 Einsatzkräften zum Brandort. Und auch ein Notarzt war für alle Fälle anwesend.
"Denn der Einsatz hatte hohe Brisanz: Die Acetylengasflasche drohte durch den Druckanstieg zu zerbersten. Das hätte die Splitterwirkung einer Granate gehabt", erklärt Einsatzleiter Christian Jeran, der Kommandant der Brucker Stadtfeuerwehr. Den Einsatzkräften standen laut Jeran zwei Möglichkeiten offen: entweder die Gasflasche 24 Stunden lang zu kühlen oder sie gezielt beschießen zu lassen, damit der Druck aus der Flasche entweichen kann.
"Die Situation war auch deshalb so gefährlich, weil wir keine Sicht auf die brennende Gasflasche hatten", sagt Jeran weiter. Schließlich gelang es den Feuerwehrleuten, einige Gegenstände, die den Blick auf die Flasche verstellten, durch den Wasserstrahl, der fürs Kühlen verwendet wurde, zu entfernen. Daher entschloss man sich, die Polizeisondereinheit Cobra anzufordern, um die Flasche zu beschießen.
Vier gezielte Schüsse führten schließlich dazu, dass sich die Gasflasche entleeren konnte. Dann wurde sie geborgen und fachgerecht verwahrt. Verletzt wurde bei dem Einsatz, der bis Mitternacht dauerte, niemand. Laut Jeran wurde diese Methode bereits mehrfach angewendet, allerdings noch nicht in Bruck.














