Mema-TV beantragt Sanierungsverfahren
Der Brucker Medienunternehmer Bruno Rabl will bis Jahresende die Sanierung schaffen.
BRUCK. Seit Montag ist es beschlossene Sache: Der Brucker Medienunternehmer Bruno Rabl und sein Rechtsanwalt Gernot Prattes werden beim Konkursgericht Leoben einen Antrag auf Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung einbringen. Diese Form der Insolvenzabwicklung entspricht dem früheren Ausgleich. Die Insolvenz betrifft die beiden Firmen Mema-Medien-Marketing-GesmbH und die Bruno-Rabl-Radio-Betriebsgesellschaft. Alle anderen Firmen in Rabls Unternehmensgeflecht bleiben unberührt.
"Wir gehen davon aus, dass die Voraussetzungen für eine Weiterführung gegeben sind und somit beide Gesellschaften saniert werden können", sagt Rechtsanwalt Prattes. Bis Jahresende hofft er, dass die Sanierung der beiden Firmen über die Bühne gegangen ist. "Und zwischenzeitig wird es keine Änderung oder Einschränkung des operativen Bereichs geben", sagt Prattes. Auch Rabl selbst ist bestrebt, die beiden insolventen Gesellschaften zu erhalten: "Schließlich geht es um 22 Arbeitsplätze."
Als Gründe für die Insolvenz geben Rabl und Prattes vor allem einen Umsatzrückgang sowie die - mittlerweile überstandene - Krebserkrankung Rabls an. "Als Folge der Wirtschaftskrise sind größere Aufträge des Landes und der Städte wie Bruck und Kapfenberg ausgeblieben. Dazu kommt, dass bereits zugesagte Förderungen noch offen sind", erklärt Rabl. Und durch seine Krankheit war er einige Monate "außer Gefecht", wie er selbst sagt.
Aufträge, so Rabl, seien derzeit aber etliche da: So etwa ist der Kartenvorverkauf für die Seefestspiele Mörbisch 2012 schon im Gang, gesichert sind auch die Brucker Messe, die Leobener Häuselbauermesse und das Nik-P.-Konzert in Kindberg am 7. Dezember.














