Kirche im Dorf
Erst kürzlich hat die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa, kritisiert, Österreich habe zu viele Kleinschulen. Vor allem viele Volksschulen haben weniger als 200 Schüler, was von der OECD als optimale Schulgröße angesehen wird.
Wenn das so ist, dann sperren wir gleich auch die Volksschule Stanz. Denn dort besuchten im abgelaufenen Schuljahr lediglich 66 Kinder die Schule. Könnten doch gleich alle Kinder nach Kindberg geführt werden. Aber was ist, wenn dort der Kindersegen ausbleibt? Dann heißt die Option wohl Mürzzuschlag oder Bruck.
Die OECD kritisiert darüber hinaus, Österreich gebe zu viel Geld für jeden einzelnen Schüler und Studenten aus. Nun, es gibt wohl schlechtere Möglichkeiten, Geld auszugeben.
All das ist kein Plädoyer, sämtliche Kleinstschulen aufrecht zu erhalten. Aber man sollte die Kirche gefälligst im Dorf lassen. Sonst haben wir bald nur noch Kirchen, aber keine Menschen mehr in unseren Dörfern.
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