Aufgeweckte "Bradln"
Die "Bradl-Musi" besteht aus vier Mädchen und zwei Buben.

Foto © PrivatDie Bradl-Musi ist jung an Jahren, spielt aber schon drei Jahre gemeinsam
Wenn man zu Kindern sagt, sie sind ein bisserl ein "Bradl", so meint man, sie sind sehr aufgeweckt, manchmal auch ein wenig vorlaut. Es heißt auch, dieser oder jene sei ein "Rabenbradl". In der Musik gibt's den Ausdruck "anbrad'ln, was so viel heißt wie anspielen. Der Begriff wird auch verwendet, wenn Musikanten für ein Essen (ein Brat'l, also einen Schweinsbraten) und ein paar Getränke spielen.
Bei den "Bradl-Geigern" ist von all diesen Elementen ein bisschen was dabei. Laut Harald Trippl, dem Leiter und Betreuer der Gruppe, hat sich das Sextett aus dem Musikschulunterricht herauskristallisiert. "Spontaneität ist ihr Markenzeichen - mit dem Ergebnis, dass die Musik äußerst lebhaft ist", erzählt der Musiklehrer aus Kapfenberg. Die "Bradl - Musikschüler" wurden aber nicht bewusst ausgewählt, sondern der Zufall hat sie zusammengeführt: Magdalena Kogler und Anna Trippl (beide Geige), Lisa Grassauer (Hackbrett), Theres Sottler (Gitarre), Markus Schirnhofer (Steirische Harmonika) und Peter Schirnhofer (Bassgeige) sind alle um die 13 Jahre alt und kommen aus Kapfenberg, Parschlug und St. Ilgen. Die zwei Geigerinnen singen übrigens auch gut zusammen, weil sie sehr schöne Naturstimmen haben, was das Repertoire sehr bereichert.
Seit drei Jahren musiziert das Sextett bei Musikantentreffen, Stammtischen, Adventfeiern und anderen Veranstaltungen. Heuer hat man schon den ersten Platz bei einem Wettbewerb in Deutschlandsberg erreicht und beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck das Prädikat "Ausgezeichnet" erspielt. "Die Beständigkeit der Gruppen ist für mich wichtig. Ich spüre, wenn jemand die Ausbildung und die Liebe zur Musik ins Leben mitnimmt", sagt der Betreuer. DORIS GRASSBERGER








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